Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Wissenschaftstheorie für RaumplanerInnen
Wer auch immer mit Wissenschaft umgeht, sollte sich Rechenschaft ablegen über Möglichkeiten und Grenzen dieser besonderen Art des Wissens. Dies gilt insbesondere für ein interdisziplinär angelegtes Fach wie die Raumplanung. Das Seminar richtet sich daher sowohl an Studierende, die als...
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Jetzt Lernplan erstellenWer auch immer mit Wissenschaft umgeht, sollte sich Rechenschaft ablegen über Möglichkeiten und Grenzen dieser besonderen Art des Wissens. Dies gilt insbesondere für ein interdisziplinär angelegtes Fach wie die Raumplanung. Das Seminar richtet sich daher sowohl an Studierende, die als künftige Planer/innen wissenschaftliche Erkenntnisse auf praktische Fragestellungen anwenden wollen, als auch an Studierende, die als künftige Wissenschaftler/innen selbst in Forschung und Lehre tätig werden wollen.
Erstens sollen Kenntnisse vermittelt werden über zentrale Themen und Ergebnisse der Wissenschaftsforschung. Angefangen von der Entstehung wissenschaftlichen Denkens im antiken Griechenland über die wissenschaftliche Revolution in der Renaissance bis hin zur (post-) modernen Philosophie soll die Entwicklung der Wissenschaft und des Nachdenkens über Wissenschaft nachvollzogen werden.
Zweitens soll der Stellenwert wissenschaftlicher Erkenntnisse in einer sich wandelnden Gesellschaft analysiert werden. Es soll Problembewusstsein geweckt werden im Hinblick auf die Eigenart wissenschaftlicher Arbeit, ihre Potenziale und ihre Grenzen im Hinblick auf die Raumplanung. Es soll danach gefragt werden, in welchem Verhältnis wissenschaftliches Wissen zum (impliziten) Alltagswissen steht und welche Konsequenzen sich daraus für eine wissenschaftlich geleitete Praxis der Planung ergeben.
Drittens soll der Zusammenhang allgemeiner wissenschaftlicher Erkenntnis mit der Entwicklung verschiedener Raumkonzepte thematisiert werden. Auf diese Weise soll deutlich werden, dass Raumplanung auf allgemeinen naturwissenschaftlichen, philosophischen, historischen und soziologischen Erkenntnissen über die Versteh- und Gestaltbarkeit von Natur und Gesellschaft beruht.
Neben Literatur aus Philosophie und Wissenschaftstheorie werden auch historische und soziologische Fallstudien aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen behandelt. Anhand aktueller Beispiele aus der Tagespresse wird über den Stellenwert von Wissenschaft in der heutigen -Wissensgesellschaft- diskutiert.
Prüfungsleistungen: Lektürebereitschaft, regelmäßige aktive Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Technische Universität Dortmund
SoSe 2012
Raumplanung
2 Dr. A
Kock Klaus 2 A