Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Y Mobilitiy Leipzig Charta revisited
Städte sind originär räumliche Setzungen von Bewegungsprozessen. Bis heute wird unsere gebaute Umwelt maßgeblich durch Mobilitätsfaktoren bestimmt. Ändert sich das Mobilitäts-verhalten der Gesellschaft hat dies Auswirkungen auf Architektur, Stadtraum und weiter-gehende Funktionen. Das Seminar befasst sich mit Geschichte, Gegenwart und...
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Jetzt Lernplan erstellenStädte sind originär räumliche Setzungen von Bewegungsprozessen. Bis heute wird unsere gebaute Umwelt maßgeblich durch Mobilitätsfaktoren bestimmt. Ändert sich das Mobilitäts-verhalten der Gesellschaft hat dies Auswirkungen auf Architektur, Stadtraum und weiter-gehende Funktionen. Das Seminar befasst sich mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Mobilität und deren Einfluss auf die gebaute Umwelt aus Sicht der Generation Y.
Ergänzend wird die Mobilitätsthematik der Leipzig Charta vertiefend untersucht und kritisch auf Ihren Aktualitätsgehalt geprüft. Aus der Nachwuchsperspektive werden eigene Mobilitätsthesen für eine positive Fortschreibung von Stadt und Mobilität entwickelt. Es entstehen Leitsätze und erläuternde Grafiken, Karten oder Modelle als Input zu einer Winterschool im März 2017. Dort entsteht eine Charta Y, die in einer Ausstellungsinstallation auf dem 11. Kongress der Nationalen Stadtentwicklungspolitik im Juni 2017 in Hamburg gezeigt wird. Im Rahmen des NSP Projekts Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft werden sich neben der Universität Kassel zehn weitere Hochschulen mit Themen der Leipzig Charta befassen.
Die Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt wird im kommenden Jahr zehn Jahre alt. Das Papier wurde im Mai 2007 von den für Stadtentwicklung zuständigen Ministerinnen und Ministern aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union anlässlich eines informellen Treffens in Leipzig unterzeichnet. Im Fachdiskurs spielte die Leipzig Charta seither eine eher nachgeordnete Rolle. Dagegen stellte sie im politischen Raum eine wichtige Benchmark für die Etablierung integrierter Stadtentwicklung dar und ist bis heute europaweiter Bezugspunkt politischer Richtlinien und Entscheidungen. Ein wesentlicher Punkt der Charta war die Selbstverpflichtung der Minister*innen in ihrem Mitgliedsstaat eine Initiative zu starten, wie die Grundsätze und Strategien der Leipzig Charta (...) in nationale, regionale und lokale Entwicklungspolitiken integriert werden können. In Deutschland ist daraus die Initiative der Nationalen Stadtentwicklungspolitik (NSP) hervorgegangen.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2016/17
Lehrveranstaltungspool FB 06
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Rettich Stefan