Bienen und Ameisen sind soziale Insekten. Sie zählen zu den -politischen Tieren- (Aristoteles) und leben in Gesellschaften zusammen. Aus diesem Grunde dienen sie seit der Antike als Metapher für menschliches Zusammenleben. Insofern bilden sie einen wichtigen Motivkomplex der Literaturgeschichte. Wie...
Was lernst du wirklich?
In diesem Seminar tauchst du in die faszinierende Welt der sozialen Insekten wie Bienen und Ameisen ein, die seit der Antike als Spiegel für menschliches Zusammenleben dienen. Du untersuchst, wie sich unser Wissen über diese Tiere im Laufe der Zeit verändert hat und wie dieses Wissen die Darstellung in der Literatur beeinflusst. Dabei geht es darum, die enge Verbindung zwischen Natur und Kultur zu verstehen und zu reflektieren, wo der Mensch in diesem Geflecht steht.
Das wirst du lernen
Du verstehst, wie soziale Insekten wie Bienen und Ameisen als Metaphern für menschliche Gesellschaften in der Literatur genutzt werden.
Du lernst, den Einfluss naturkundlichen Wissens auf literarische Darstellungen zu erkennen und zu analysieren.
Du kannst die komplexe Beziehung zwischen Natur und Kultur in literarischen und wissenschaftlichen Texten diskutieren.
Du interpretierst zentrale Werke der Literaturgeschichte, die sich mit dem Thema soziale Insekten auseinandersetzen.
Du entwickelst ein Bewusstsein für die Verknüpfung von literarischen Formen (Poetologie) und Wissensbeständen (Epistemologie).
Du erhältst Einblicke in aktuelle Forschungsansätze zu diesem interdisziplinären Thema.
Passende Berufsfelder
Verlagswesen (Lektorat, Redaktion)Kulturjournalismus und WissenschaftskommunikationForschung und Lehre im Bereich Literatur- und KulturwissenschaftenMuseums- und ArchivarbeitBildungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen
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Bienen und Ameisen sind soziale Insekten. Sie zählen zu den -politischen Tieren- (Aristoteles) und leben in Gesellschaften zusammen. Aus diesem Grunde dienen sie seit der Antike als Metapher für menschliches Zusammenleben. Insofern bilden sie einen wichtigen Motivkomplex der Literaturgeschichte. Wie dieses Motiv im einzelnen Text literarisch gestaltet wird, hängt aber nicht nur von den literarischen Formen und Verfahren ab, sondern auch vom Wissen, das in die Literatur einfließt. Dieses Wissen variiert mit dem naturkundlichen oder biologischen Kenntnisstand. Insofern führt das Thema Soziale Insekten Poetologie und Epistemologie zusammen. Im Zentrum des Seminars steht die Frage, wie Natur und Kultur zueinander stehen und auf welcher Seite sich der Mensch verortet.
Im einzelnen werden wir folgende literarische und wissenschaftliche Texte lesen und diskutieren.
• Ernst Jünger: Gläserne Bienen, Stuttgart: Klett Cotta.
• Maurice Maeterlinck: Das Leben der Bienen, Zürich: Unionsverlag 2013.
• Lauline Paull: Die Bienen, Stuttgart: Tropen Verlag.
• Wilhelm Busch: Schnurrdiburr oder Die Bienen (http://gutenberg.spiegel.de/buch/schnurrdiburr-oder-die-bienen-4172/1)
Für einen ersten Zugang: Artikel -Biene- in: Benjamin Bühler, Stefan Rieger: Vom Übertier. Ein Bestarium des Wissens, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2006.
Für einen Überblick in das Feld und die Forschung:
Niels Werber: Ameisengesellschaften, Frankfurt 2013.
Niels Werber, -Jüngers Bienen-, in: Deutsche Zeitschrift für Philologie, Nr. 2 (2011): S. 245-260.
Zur Vorbereitung – also vor der ersten Sitzung – lesen Sie obligatorisch die Texte von Jünger, Paull und Bühler/Rieger.
Werber, Niels, Univ.-Prof. Dr.
Beachten Sie, dass Sie diesen Kurs nach den Prüfungsordnungen ab 2011 nicht besuchen dürfen, wenn Sie die für dieses Modulelement laut Fachspezifischen Bestimmungen und Modulhandbuch notwendigen Voraussetzungen noch nicht erfüllen.
Universität Siegen
SoSe 2015
M.A.
Stanislawski Achim M.A