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Uni-Hannover
14. März 2017

Sportsoziologie Sport und Geschlecht B

How does gender matter? Historische und –soziologische Aspekte zur Bedeutung von Sport und Geschlecht Der Sport ist ein körperzentriertes Sozialsystem, das geeignet ist, die Annahme der -natürlichen- Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu reproduzieren und die tradierte Geschlechterordnung zu legitimieren. Sport...

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How does gender matter? Historische und –soziologische Aspekte zur Bedeutung von Sport und Geschlecht Der Sport ist ein körperzentriertes Sozialsystem, das geeignet ist, die Annahme der -natürlichen- Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu reproduzieren und die tradierte Geschlechterordnung zu legitimieren. Sport ist wohl auch vermutlich der einzige Bereich in westlichen postmodernen Gesellschaften, in dem es nicht nur eine ausgesprochen sichtbare Geschlechtersegregation gibt, sondern die leistungsbezogene Trennung von Frauen und Männern auch als legitim empfunden wird. Diese biologistische Sichtweise macht der theoretischen Perspektiven der Geschlechterforschung außerordentlich schwer, einen festen Platz nicht nur in der deutschsprachigen Sportwissenschaft einzunehmen. In dem Seminar werden daher nationale und internationale sportwissenschaftliche Forschungsansätze in Rückbindung an soziologische Theorien der Geschlechterforschung behandelt. Da die deutschsprachige sportwissenschaftliche Geschlechterforschung historisch stark von der angloamerikanischen Forschung beeinflusst wurde, werden diese Ansätze auch Berücksichtigung finden. Die grundlegende Fragestellung aller behandelter Themen lautet: Welche Relevanz hat Geschlecht, insbesondere auch in der Verflechtung mit anderen Differenzkategorien, als Dimension sozialer Ordnung im Feld des Sports? Und wie und wodurch erlangt diese Kategorie im Feld des Sports überdurchschnittlich große Bedeutung? Konkrete theoriegeleitete Themen werden u. a. sein: Geschlechterstereotype, Vorurteile und Diskriminierungen im Sport. Geschlechtsdifferente Raumaneignung, Nationalismus und Maskulinität, Sexualisierung des Fitness- und Athlet_innenkörpers in der Sportberichterstattung. David Beckham und die metrosexuelle Performance. Homophobie im (Leistungs-) Sport. Sexuelle Übergriffe und Gewalt im Sport oder auch die Frage, wie geschlechtsstereotyp ist die Street-Skate-Snow-Dance-Fashion-Faction? Hartmann-Tews, I. & Rulofs, B. (Hg.). (2006). Handbuch Sport und Geschlecht. Schorndorf: Hofmann. Sobiech, G. & Günter, S. (Hg.). (2016). Sport & Gender. (Inter-)nationale sportsoziologische Geschlechterforschung: Theoretische Ansätze und Perspektiven. Wiesbaden: Springer VS. Sport, Prüfungspool Universität Hannover WiSe 2016/17 Prof. Dr. phil. Günter Sandra phil