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Uni-Siegen
14. März 2017

Staatstheorien

Im Unterschied zur Antike, dem Mittelalter und den Kulturen außerhalb Europas kreiste das europäische politische Denken der Neuzeit um den Begriff des Staates. Doch was ist der Staat? Für Max Weber handelt es sich hierbei um -jene menschliche Gesellschaft, welche...

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Im Unterschied zur Antike, dem Mittelalter und den Kulturen außerhalb Europas kreiste das europäische politische Denken der Neuzeit um den Begriff des Staates. Doch was ist der Staat? Für Max Weber handelt es sich hierbei um -jene menschliche Gesellschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes […] das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht- (Weber 1919: 4). Und an anderer Stelle spricht Weber von einem auf Legitimität beruhenden -Herrschaftsverhältnis von Menschen über Menschen-. Diese spezifische Form der politischen Organisation – die Trinität aus Volk, Territorium und Gewalt – stimulierte in der Geschichte des politischen Denkens lange Zeit selbst jene Autoren, die sich kritisch gegenüber dem Staat verhielten. Dagegen hat der Staat heute seinen früheren Glanz verloren. Angesichts von Globalisierung und Supranationalität erscheint er manchen Beobachtern sogar als Anachronismus in einer fortgeschrittenen und vielfach vernetzten Welt. Hat der Staat im 21. Jahrhundert noch eine Zukunft? Im Seminar wollen wir zunächst den Aufstieg und die steile Karriere des Staatsbegriffs selbst nachzeichnen. Anschließend lernen wir klassische Staatstheorien kennen, allen voran Max Webers Idee vom -Staat als Maschine-. Sodann sollen die spezifischen Aufgaben des demokratischen Verfassungsstaates – Sozialstaatlichkeit, Risikovorsorge, Umweltschutz etc. – im Zentrum der Debatte stehen. Und damit verbunden die Frage: Schafft der Staat seine Aufgaben noch? Schließlich sollen im letzten Teil die Leistungen und Grenzen des Staates bilanziert werden. Zu Beginn des Seminars werden ein Handapparat mit der wichtigsten Sekundärliteratur sowie ein gleichnamiger Moodle-Kurs eingerichtet. Seminar für Sozialwissenschaften Beachten Sie, dass Sie diesen Kurs nach den Prüfungsordnungen ab 2011 nicht besuchen dürfen, wenn Sie die für dieses Modulelement laut Fachspezifischen Bestimmungen und Modulhandbuch notwendigen Voraussetzungen noch nicht erfüllen. Für die Bescheinigung einer Studienleistung werden erwartet: - Regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar (max. zweimaliges Fehlen) - Regelmäßige und gründliche Lektüre der Sitzungstexte (ca. 30 bis 40 Seiten wöchentlich) - Bereitschaft zur Übernahme eines Impulsreferats oder einer adäquaten schriftlichen Leistung Für eine Prüfungsleistung zusätzlich: Hausarbeit oder mündliche Prüfung Universität Siegen SoSe 2014 M.A. Erbentraut Philipp M.A