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Uni-Siegen
14. März 2017

Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft

In dem Seminar werden einige teilweise grundlegende und sehr bekannte literaturtheoretische und methodische bzw. methodologische Texte von wichtigen Literatur- und Kulturwissenschaftlern bzw. prominenten Strömungen behandelt (z.B. Hermeneutik, Rezeptionsästhetik, Russischer Formalismus, Strukturalismus, Dekonstruktivismus, Diskurstheorie etc.), die Studierenden der Literatur- und Kulturwissenschaften...

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In dem Seminar werden einige teilweise grundlegende und sehr bekannte literaturtheoretische und methodische bzw. methodologische Texte von wichtigen Literatur- und Kulturwissenschaftlern bzw. prominenten Strömungen behandelt (z.B. Hermeneutik, Rezeptionsästhetik, Russischer Formalismus, Strukturalismus, Dekonstruktivismus, Diskurstheorie etc.), die Studierenden der Literatur- und Kulturwissenschaften nicht nur als Theorien bekannt sein sollten, sondern die sehr unterschiedliche konkrete und praktisch anwendbare Zugangsmöglichkeiten zu literarischen Texten eröffnen. Das Seminar dient also zum einen der literatur- und kulturtheoretischen Fundierung des Studiums, zum anderen dem Einüben von verschiedenen Herangehensweisen bei der Textanalyse. Konkret werden wir in dem Seminar in der jeweils ersten Sitzung (14.15 – 15.45 Uhr) einen oder mehrere – im Hinblick auf die Seitenzahl überschaubare – theoretische Texte oder Textausschnitte lesen, die wir jeweils in der zweiten Sitzung (16.30 – 18.00 Uhr) an Beispieltexten anwenden. Die Beispieltexte (s.u.) sollen auf jeden Fall schon zu Semesterbeginn gelesen sein. Wir werden auf sämtliche Texte immer wieder zu sprechen kommen, damit deutlich wird, dass ein einzelner Text je nach methodischer Annäherung in völlig unterschiedlichem Licht erscheint. Die theoretischen Texte können sukzessive zu jeder Woche gelesen werden. Sie werden in einem durchaus umfangreichen Reader bereitgestellt. Möglicherweise ist der Titel bzw. der Ankündigungstext erst einmal abschreckend. Tatsächlich wird eine intensive Auseinandersetzung mit teilweise schwierigen Texten und Gedanken stattfinden. Abgesehen davon, dass sich dies jedoch ohnehin lohnt, werden wir relativ kurze Textausschnitte lesen und die Annäherung möglichst einfach gestalten. Beispielanalysen vor dem Hintergrund neuer, fremder oder andersartiger Theorien und Methoden erfordert außerdem ein gewisses Maß an Disziplin, weil sich die Theorien und Methoden zwischen sich selbst, also den eigenen Zugang zu Texten, und die Texten stellen. Aber auch hier gilt, dass es äußerst bereichernd ist, sich auf theoretisch und methodisch geschulte Textzugänge einzulassen und das eigene Spektrum zu erweitern. Bevorzugt aufgenommen, werden Studierende, die sich für die vollen vier Semesterwochenstunden anmelden und mit dem Seminar das Modul abdecken bzw. eine entsprechend höhere Punktzahl erwerben möchten. Es ist möglich, die erste Sitzung (14.15. – 15.45 Uhr) auch als zweistündigen Kurs zu belegen. Texte zur Einführung: besonders gute Überblicke: einfach: Schmitz, Thomas A.: Moderne Literaturtheorie und antike Texte. Eine Einführung. Darmstadt 2002. etwas komplexer: Kafitz, Dieter: Literaturtheorien in der textanalytischen Praxis. Würzburg 2007. auch geeignet: Culler, Jonathan: Literaturtheorie. Eine kurze Einführung. Stuttgart 2002. Eagleton, Terry: Einführung in die Literaturtheorie. Stuttgart, Weimar 1997. Primärliteratur: Es ist sinnvoll, die vorgeschlagenen Ausgaben zu verwenden (bei gleicher Seitenzahl bzw. Verlag/Verlagsort auch in späteren Auflagen), weil es dann im Seminar einfacher ist, sich auf Seitenzahlen zu beziehen. Hugo Ball: Tenderenda der Phantast. [1921] Innsbruck 1998. [im Reader] Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. [1929] München 1999 oder spätere Auflage. Fontane, Theodor: Irrungen, Wirrungen. [1888] Berlin 1997 oder spätere Auflage. Irmgard Keun: Gilgi – eine von uns. [1931] Berlin 2003 oder spätere Auflage. Rainer Maria Rilke: Die Flamingos. [1903] In: Rainer Maria Rilke: Ausgewählte Werke. Erster Band: Gedichte. Wiesbaden 1950, S. 189 [im Reader] Germanistik - Neuere deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft Bevorzugt aufgenommen, werden Studierende, die sich für die vollen vier Semesterwochenstunden anmelden und mit dem Seminar das Modul abdecken bzw. eine entsprechend höhere Punktzahl erwerben möchten. Es ist möglich, die erste Sitzung (14.15. – 15.45 Uhr) auch als zweistündigen Kurs zu belegen. Universität Siegen WiSe 2011/12 Dr. Lickhardt Maren