Uni-München
14. März 2017Übung Ausstellungskonzeption gestaltung und vermittlung Münchener Hebraisten
Fortsetzung Dozenten: Dr. Ittai Tamari und Bernhard Purin, M.A. Die Übung stellt sich der Herausforderung, an einem konkreten Fallbeispiel Studierenden einen konzentrierten Einblick in das Arbeitsfeld von Museumskuratoren zu geben. Die Lehrveranstaltung arbeitet dabei gewissermaßen am bzw. mit einem lebenden...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenFortsetzung
Dozenten: Dr. Ittai Tamari und Bernhard Purin, M.A.
Die Übung stellt sich der Herausforderung, an einem konkreten Fallbeispiel Studierenden einen konzentrierten Einblick in das Arbeitsfeld von Museumskuratoren zu geben. Die Lehrveranstaltung arbeitet dabei gewissermaßen am bzw. mit einem lebenden Objekt, nämlich der Vorbereitung, Konzeption, Organisation, Durchführung und Vermittlung einer Ausstellung im Studiensaal des Jüdischen Museums München. Ziel ist es, gemeinsam eine Ausstellung über Münchner Hebraisten zu entwickeln und zu realisieren.
Die Übung widmet sich dem Leben und Schaffen jüdischer Hebraisten und Bibliographen in München seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gibt einen Einblick in eine der weltweit wichtigsten Hebraica-Sammlungen sowie in die damals noch junge Wissenschaft des Judentums. Eine größere Rolle werden sicherlich Raphael Nathan Neta Rabbinovicz (1835–1888), der Münchner Rabbiner Dr. Joseph Perles (1835 – 1894) und nicht zuletzt Moritz Steinschneider (1816–1907) spielen. Auch Gelehrte, die nach dem Zweiten Weltkrieg wirkten, wie Leo Prijs, der erste Judaistikprofessor in München sowie Baruch Graubard, ein polnischer Holocaust-Überlebender und Leiter des Hebräischen Gymnasiums nach 1945, werden eingehend behandelt.
Die Übung findet in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München statt und wird vom Direktor des Museums, Bernhard Purin, begleitet. Sie will Praxiserfahrung in die Ausstellungs- und Museumsarbeit geben. Die Übung erstreckt sich über zwei folgende Semester. Grundkenntnisse der jüdischen Kultur und Religion sind erforderlich. Kenntnisse der hebräischen bzw. jiddischen Sprache sind nicht erforderlich. Maximale Teilnehmerzahl ist 12.
Prüfungsform/en im Ba und modul. Lehramt: RE
W3-Professur für Jüdische Geschichte und Kultur (Univ. Prof. Michael Brenner, Ph.D.)
LMU München
WiSe 1415
Tamari Ittai