Uni-München
14. März 2017Übung Der Sonderweg Friedrichs II Urkunden zwischen Normannen Saliern und Staufern Ihre Genese ihr geschichtlicher Hintergrund
In dieser Übung springen Sie mitten in die aktuelle Forschung! Bis 2034 läuft das Projekt der Edition der Urkunden Kaiser Friedrichs II. (1194-1250), es sind über 2600 Urkunden, die es im Rahmen der Diplomata-Abteilung der MGH zu edieren gilt! Im...
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Jetzt Lernplan erstellenIn dieser Übung springen Sie mitten in die aktuelle Forschung! Bis 2034 läuft das Projekt der Edition der Urkunden Kaiser Friedrichs II. (1194-1250), es sind über 2600 Urkunden, die es im Rahmen der Diplomata-Abteilung der MGH zu edieren gilt! Im Augenblick werden die Urkunden der Jahre 1222–1226 bearbeitet.
Friedrich II. ist schon als Herrschergestalt eine schillernde, auch zwielichtige Gestalt. Wir aber werden uns fast nur mit den Urkunden des Staufers beschäftigen. Väterlicherseits (Heinrich VI.) stehen er und auch seine Urkunden in salisch-staufischer Tradition, mütterlicherseits (Konstanze von Hauteville, Kaiserin Konstanze) in normannischer, also süditalienischer. Der Sonderweg, den er bzw. seine Kanzlei im Bereich der Urkunden beschritten hat, speist sich aus beiden Traditionen und ist singulär. Das Ergebnis wird ein feierliches Privileg sein, das mit Recht als -Plakat des Mittelalters- bezeichnet werden kann.
Sie werden zunächst profund lernen, was eine mittelalterliche Kaiserurkunde überhaupt ist (was steht drin? Wie sieht sie aus?). Danach beschäftigen wir uns mit dem Typ der -deutschen- Urkunde (salisch-staufisch) und dann mit dem sizilisch-normannischen. Am Ende steht als Synthese, was Friedrich II. daraus gemacht hat, und dies stets eng am historischen Hintergrund.
Voraussetzungen: a) Offenheit und Interesse, an Friedrich II. und am -Plakat des Mittelalters- und b) Grundkenntnisse (!) im Latein, denn wir werden eben auch über den Inhalt der Urkunden reden und übersetzen. Geplant ist zudem ein Besuch des Hauptstaatsarchivs; wir werden Originale des Staufers sehen.
Prüfungsform im BA und mod. LA, Master und im Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
W2-Professur für Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde (Univ. Prof. Dr. Irmgard Fees)
LMU München
SoSe 2016
Dr.phil.
Friedl Christian Dr.phil