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Uni-München
14. März 2017

Übung Krisenherd Sahelzone K eine Chance für Security Governance

Die Sahelzone, die von Mauretanien am Atlantik bis nach Somalia am Pazifik reicht - gilt als eine der instabilsten und konfliktreichsten Regionen Afrikas und weltweit. Zahlreiche Krisen, Konflikte und Kriege spielen sich dort ab und überlappen sich gegenseitig und führen...

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Die Sahelzone, die von Mauretanien am Atlantik bis nach Somalia am Pazifik reicht - gilt als eine der instabilsten und konfliktreichsten Regionen Afrikas und weltweit. Zahlreiche Krisen, Konflikte und Kriege spielen sich dort ab und überlappen sich gegenseitig und führen zu einer permanenten Situation der Unsicherheit. Externe Interventionen waren jahrzehntelang kaum von Erfolg gekrönt, wobei besonders in den 1990er Jahren der Sahel aufgrund des Endes des Ostwestkonflikts als Krisenherd in Vergessenheit geriet. Erst in jüngster Zeit werden viele dieser Konflikte, wegen der zunehmenden Interdependenz Verwundbarkeit Europas, wieder vermehrt mit Hilfe von Security Governance angegangen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit zwischen externen und internen Akteuren gelegt wird. Ziel dieses Seminars ist es, sich die aktuellen Lösungsversuche lokaler Konflikte in der Sahelzone mit Hilfe von Security Governance vorzunehmen, um zu überprüfen, ob das Konzept effektive und erfolgreiche Lösungsmöglichkeiten zur Stabilisierung und (Wieder)Herstellung von Sicherheit in der Region bietet. Zahlreiche lokale, nationale, regionale, internationale und zivilgesellschaftliche Akteure sind bisweilen an diesen Lösungsansätzen beteiligt. Nach einer fundierten Vorstellung der Entwicklung der Sahelregion zum Krisenherd und einer Eruierung des Konzepts der Security Governance, werden folgende empirischen Beispiele untersucht: a) Die Bekämpfung von Ebola im Sahel, b) Die Mali Krise, c) Die Bedrohung durch den islamistischen Fundamentalismus durch Al-Quaida im islamischen Maghreb, den IS und Al-Shabaab, d) Der Dauerkrisenherd Tschad, e) der Darfur-Konflikt, f) sowie Piraterie vor den Küsten Somalias. Zum Abschluss des Kurses soll festgestellt werden, ob es sich jeweils um erfolgversprechende Ansätze der Security Governance handelt. Die Studierenden sollen dabei lernen mit dem Konzept der Security Governance umzugehen und zudem verschiedene Arten von Unsicherheit (innerstaatlich, zwischenstaatlich, transnational) in der Sahelzone kennenlernen, sowie deren Einfluss auf Europa und die Nachbarstaaten. Lavallée Chantal / Völkel, Jan: EU Security Governance in the Sahel Region; Montréal 2014 (Link: http://paperroom.ipsa.org/papers/paper_36150.pdf) Anmeldung Anmeldung zur Veranstaltung über Coremato von 05.10.2016 bis 11.10.2016 unter: http://www.gsi.uni-muenchen.de/studium/organisation/ole/index.html Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft LMU München WiSe 1617 Plenk Stefan