Uni-Düsseldorf
14. März 2017Übung Lektüreübung Seneca Trostschriften
Trostschriften (Consolationes) sind eine Untergattung der antiken philosophischen Prosaschriften. Sie wurden an reale Adressaten gerichtet, um ihnen (in der Regel bei einem Trauerfall) Trost zu spenden. Sie enthalten Zuspruch und Ermahnungen auf der Grundlage bestimmter philosphischer Erkenntnisse und Lehrmeinungen. Trostschriften...
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Jetzt Lernplan erstellenTrostschriften (Consolationes) sind eine Untergattung der antiken philosophischen Prosaschriften. Sie wurden an reale Adressaten gerichtet, um ihnen (in der Regel bei einem Trauerfall) Trost zu spenden. Sie enthalten Zuspruch und Ermahnungen auf der Grundlage bestimmter philosphischer Erkenntnisse und Lehrmeinungen. Trostschriften stehen somit in der Tradition der Seelenleitung durch die Philosophie.
Die drei Trostschriften Senecas sind (1) an Marcia, die Mutter des von Kasier Caligula in den Tod getriebenen Cremutius Cordus, (2) an seine Mutter Helvia, der die Verbannung ihres Sohnes Schmerz bereitet, und (3) an Polybius, den Sekretär des Kaisers Claudius, anlässlich des Todes seines Bruders gerichtet. Die letzte Trostschrift enthält dabei nicht nur philosphischen Trost für Polybius, sondern ist auch eine indirekt an Claudius gerichtete Bittschrift.
Die Trostschriften gehören zu den frühen Werken Senecas. Grundlage seines tröstenden Zuspruchs ist die Weltanschauung der stoischen Philosophie. Seneca versucht in erster Linie, seine Leser auf der kognitiven Ebene zu beeinflussen: Konkrete philsophische Erkenntnisse werden vorgebracht, um die Denkweise der Adressaten zu verändern, damit sie eine neue Sichtweise hinsichtlich des Geschehens bzw. ihrer Trauer gewinnen und diese so überwinden können.
In dieser Lektüreübung werden Auszüge aus allen drei Trostschriften Senecas gelesen, übersetzt und grammatisch sowie inhaltlich besprochen. Da grundlegende Kenntnisse über die Lehren der stoischen Philosophie von großer Bedeutung für das Verständnis der Texte sind, werden auch diese im Rahmen der Lektüreübung besprochen. Den Teilnehmern wird empfohlen, sich anhand der Literaturempfehlungen in diese Thematik einzulesen.
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist eine regelmäßige Vorbereitung der Textstellen sowie die Teilnahme an der Probe- oder Abschlussklausur.
Im Rahmen dieser Verantstaltung kann außerdem eine Abschlussprüfung im Sprachpraxismodul (PO ab 2011) abgelegt werden.
M. Hossenfelder, Die Philsosophie der Antike Bd. 3. Stoa, Epikureismus und Sekpsis, München 1995, 45-68 (Geschichte der Philosophie III).
Bemerkung
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist eine regelmäßige Vorbereitung der Textstellen sowie die Teilnahme an der Probe- oder Abschlussklausur.
Im Rahmen dieser Verantstaltung kann außerdem eine Abschlussprüfung im Sprachpraxismodul (PO ab 2011) abgelegt werden.
Voraussetzungen
Lateinkenntnisse auf dem Niveau des (großen) Latinums
Leistungsnachweis
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist eine regelmäßige Vorbereitung der Textstellen sowie die Teilnahme an der Probe- oder Abschlussklausur.
Im Rahmen dieser Verantstaltung kann außerdem eine Abschlussprüfung im Sprachpraxismodul (PO ab 2011) abgelegt werden.
Antike Kultur (BA, PO 2005) Ergänzungsfach
Lateinkenntnisse auf dem Niveau des (großen) Latinums
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist eine regelmäßige Vorbereitung der Textstellen sowie die Teilnahme an der Probe- oder Abschlussklausur.
Im Rahmen dieser Verantstaltung kann außerdem eine Abschlussprüfung im Sprachpraxismodul (PO ab 2011) abgelegt werden.
Universität Düsseldorf
WiSe 2016/17
Dr.
Jahn Stefanie