Uni-München
14. März 2017Übung Literatur der russischen Revolution
Im Seminar werden ästhetische und poetologische Aspekte der russischen Literatur unmit­telbar nach der Oktoberrevolution und zu Beginn der 20er Jahre erläutert. Die Situation des Umbruchs und allerlei Experimente in der Literatur werden im Zusammenhang mit den pro­filgebenden Gruppierungen und deren...
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Jetzt Lernplan erstellenIm Seminar werden ästhetische und poetologische Aspekte der russischen Literatur unmittelbar nach der Oktoberrevolution und zu Beginn der 20er Jahre erläutert. Die Situation des Umbruchs und allerlei Experimente in der Literatur werden im Zusammenhang mit den profilgebenden Gruppierungen und deren programmatischen Plattformen beleuchtet. Aufgrund dessen wird das künstlerische Schaffen von Schriftstellern wie I. Babel, B. Pil’njak, M. Zošenko u.a. durch ihre Beiträge zur Postulierung und Entwicklung des neuen Prosa-Schreibens dargestellt. Arbeitstechnisch orientiert sich die Veranstaltung an den Neuentdeckungen der Autoren, die ungewöhnliche, jedoch attraktive Narrativformen, wie z.B. -skaz- oder rhythmisierte Prosa einsetzten. Somit werden die bereits bekannten Innovationen aus der naturalistischen und symbolistischen Prosa in Russland mit der Physiognomatik des Grotesken und Absurden konfrontiert. Diese Schwerunkte sind natürlich in Verknüpfung mit den jeweiligen Experimenten in der Gattungsform – vor allem in der Romanprosa – zu deuten. Auch die Poesie wird als aktiver Bestandteil der gesamten Revolutionsliteratur berücksichtigt. Die Tendenz zu maßstäblich-epischen, jedoch stark subjektivierten und lyrisierten Darstellungsweisen prägten im gleichen Maß die Bemühungen der Poeten dieser Periode. Am Beispiel des poetischen Epos von A. Block, V. Majakovskij, S. Esenin etc. werden die eiträge auf dieser Ebene zu den Gattungsneuheiten der Prosaisten verfolgt. Ergänzend soll auch die Idee des Massentheaters im Revolutionsrussland die unruhigen Konturen markierter Zeitspanne abschließen.
Department II - Griechische und Lateinische, Romanische, Italienische und Slavische Philologie, Sprachen und Kommunikation
B.A. Slavistik:
Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen)
mit Benotung
Master Slavistik:
2 wiss. Protokolle (ca. 8000 Zeichen) und 1 Thesenpapier (ca. 6000 Zeichen)
bestanden/nicht bestanden
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). ODER
Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.14/16/18/20).
Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
LMU München
WiSe 1415
PD Dr.
Kazakova Svetlana