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Uni-Essen
14. März 2017

Übung Methodenanwendung in Praxisfeldern Berufliche Bildung und Fach Hochschulreife

In der Übung -Methodenanwendung in Praxisfeldern- wird ein Forschungsprojekt konzipiert und durchgeführt, das sich mit den Bildungswegen und Perspektiven von Schüler/inne/n befasst, die am Berufskolleg ihre (Fach-) Hochschulreife erwerben. Dazu sollen eine schriftliche Schüler/innen/befragung und Schüler/innen/interviews geplant, vorbereitet, durchgeführt und...

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In der Übung -Methodenanwendung in Praxisfeldern- wird ein Forschungsprojekt konzipiert und durchgeführt, das sich mit den Bildungswegen und Perspektiven von Schüler/inne/n befasst, die am Berufskolleg ihre (Fach-) Hochschulreife erwerben. Dazu sollen eine schriftliche Schüler/innen/befragung und Schüler/innen/interviews geplant, vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet werden. Die Funktion berufsbildender Schulen wird häufig auf ihre Rolle im dualen Ausbildungssystem einerseits und im Übergangssystem andererseits reduziert wahrgenommen. Berufskollegs verfügen jedoch außerdem über ein breites Angebotsspektrum, das zur Bildungsvielfalt in der Region beiträgt: Viele Bildungsgänge verknüpfen die Vergabe der des Abiturs oder der Fachhochschulreife mit der Vermittlung beruflicher Kenntnisse (bspw. in den Schwerpunkten -Technik- oder -Wirtschaft und Verwaltung-) oder mit einem Berufsabschluss (bspw. einem Assistentenberuf nach Landesrecht). Es ist davon auszugehen, dass solche verknüpften Bildungsgänge zu einem Abbau von Bildungsbenachteiligung beitragen können: Erfahrungsgemäß kommt die Vermittlung beruflicher Inhalte sowohl der familiären Prägung als auch den Präferenzen von Jugendlichen aus bildungsbenachteiligten Milieus stärker entgegen als allgemeinbildende Angebote. Im Ruhrgebiet bescheinigten Schülerbefragungen an zwei Berufskollegs den berufsbildenden Schulen -eine Schlüsselstellung für die Bildungsbeteiligung von Migranten- (vgl. Harney/Hartkopf 2008, S. 44). In ländlichen Regionen mit traditionell geringen Abiturientenquoten dürfte diese Schlüsselstellung für viele Jugendliche aus Familien ohne akademischen Hintergrund relevant sein. Zudem stellen berufsbildende Schulen insbesondere bei geringer Gymnasialdichte und weiten Wegen eine Ergänzung der bestehenden Schullandschaften um Angebote zum Erreichen der Hochschulreife dar (vgl. Weishaupt 2014, S. 18). Diese Bildungsangebote sind jedoch umstritten. Insbesondere von Seiten der Wirtschaft werden sie oft als -Warteschleifen-, als nicht hinreichend auf die betriebliche Praxis abgestimmt oder als Konkurrenz zum dualen System betrachtet. Im Seminar wollen wir diese Bildungsgänge aus der Perspektive der Schüler/innen betrachten: Warum entscheiden sich Jugendliche für einen solchen Bildungsgang, welche Rolle spielt er für ihren Bildungsweg, und welche weiterführenden Perspektiven verbinden sie damit? Im Wintersemester werden Grundlagen zum Thema sowie Gesprächsleitfäden und Fragebögen erarbeitet, im Februar/März empirische Erhebungen in Berufskollegs durchgeführt, und im Sommersemester 2015 erfolgt die Auswertung. Für die Auswertung der schriftlichen Befragung wird das Programm SPSS genutzt, für die Interviews das Programm MaxQDA. Das Seminar richtet sich an Studierende, die Interesse am (Berufs-)Bildungssystem und an empirischer Forschung haben. Da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, wird die Bereitschaft zu einer verbindlichen Mitarbeit im Team und zur Einhaltung von Terminen vorausgesetzt. Weiterhin müssen in der vorlesungsfreien Zeit nach Ende des Wintersemesters die Befragungen und Interviews in Berufskollegs durchgeführt werden, wobei jede/r Seminarteilnehmer/in einen oder zwei Termine übernehmen muss (nach aktuellem Stand in Borken, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hagen oder Hamm). Sozialwissenschaften Das Seminar richtet sich an Studierende, die Interesse am (Berufs-)Bildungssystem und an empirischer Forschung haben. Da es sich um ein Forschungsprojekt handelt, wird die Bereitschaft zu einer verbindlichen Mitarbeit im Team und zur Einhaltung von Terminen vorausgesetzt. Weiterhin müssen in der vorlesungsfreien Zeit nach Ende des Wintersemesters die Befragungen und Interviews in Berufskollegs durchgeführt werden, wobei jede/r Seminarteilnehmer/in einen oder zwei Termine übernehmen muss (nach aktuellem Stand in Borken, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hagen oder Hamm). Aktive Beteiligung und regelmäßige Anwesenheit; 1. Semester: Referat mit Thesenpapier; Februar/März: Betreuung von schriftlichen Befragungen in Berufskollegs und Durchführung und Protokollierung von Interviews; 2. Semester: Auswertungen und Erstellung eines Berichts zu einem ausgewählten Teilthema Universität Duisburg-Essen WiSe 2014/15 Powi B.A., Politikwissenschaft (Bachelor of Arts) Prof. Dr. Stöbe Blossey Sybille