Uni-München
14. März 2017Übung Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2015 Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit
Die Inschriften stellen aufgrund ihrer vielfältigen Thematik, der Spontaneität ihrer Aussage und ihres überwiegenden Verbleibs am ursprünglichen Anbringungsort eine historische Quelle ersten Ranges dar. Die Ausgestaltung ihrer Schrift ist maßgeblich beeinflusst von den unterschiedlichen Inschriftenträgern und den Herstellungsmethoden und weist...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Inschriften stellen aufgrund ihrer vielfältigen Thematik, der Spontaneität ihrer Aussage und ihres überwiegenden Verbleibs am ursprünglichen Anbringungsort eine historische Quelle ersten Ranges dar. Die Ausgestaltung ihrer Schrift ist maßgeblich beeinflusst von den unterschiedlichen Inschriftenträgern und den Herstellungsmethoden und weist somit ein breites Spektrum an Erscheinungsformen auf. Mögen die verschiedenartigen Gestaltungsweisen epigraphischer Schriften äußerst ansprechend erscheinen, so sorgen sie häufig für Leseschwierigkeiten. Dazu tragen auch die Änderungen der Schrift im zeitlichen Entwicklungsverlauf bei, indem sich Varianten von Buchstaben bilden, Formen angleichen oder konstitutive Buchstabenbestandteile grundlegend wandeln können. Unter fachkundiger Anleitung sollen die Voraussetzungen zum Lesen und Transkribieren wie auch zur zeitlichen und räumlichen Eingrenzung der Inschriften geschaffen werden.
Lehre und Forschung der jungen Wissenschaft der Epigraphik des Mittelalters und der Neuzeit können an der Universität München bereits auf eine lange Tradition verweisen. Aus der epigraphischen Lehre in München sind bereits zwei grundlegende Handbücher zur Inschriftenpaläographie hervorgegangen. Die Inschriftenpaläographie bildet bis heute die Schwerpunktsetzung des hiesigen Epigraphischen Forschungs- und Dokumentationszentrums. Abteilung und Bibliothek des Historicums verfügen gemeinsam über eine der weltweit größten Sammlungen zur nationalen und internationalen Forschungsliteratur der Epigraphik des Mittelalters und der Neuzeit.
Blockveranstaltung (Mo.-Fr. 9-18 Uhr)
- 15 jeweils zweistündigen Einheiten (Wissensvermittlung und praktische Übungen)
- Besuch der Münchener Frauenkirche mit Kaisergrab und ausgewählten Inschriften (Do. 9-11 Uhr)
- Besuche des Freisinger Doms und des Bayerischen Nationalmuseums (mit praktischen Übungen vor den Inschriftenoriginalen, Mi. 11-13/14-16 Uhr bzw. Fr. 14-18 Uhr)
Abendvortrag (Di. 18 Uhr).
Prüfungsform im BA und modularisierten LA: KL.
Prüfungsform im MA: KL.
Prüfungsform im Master-Nebenfach (His im GSP): KL.
Die Übungen des Typs -Grundwissenschaften- entsprechen den Anforderungen der alten LPO I § 71 (1) Nr. 2d bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2d.
- Rudolf M. Kloos, Einführung in die Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Darmstadt 1980, 2., ergänzte Auflage, 1992.
- Walter Koch, Inschriftenpaläographie des abendländischen Mittelalters und der frühen Neuzeit. Früh- und Hochmittelalter (Oldenbourg Historische Grundwissenschaften 1), Wien/München 2007.
- Franz-Albrecht Bornschlegel, Inschriften, in: Historisches Lexikon Bayerns (http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45812) (4.12.2014)
Bemerkung
Kurs für fortgeschrittene Studierende, Magistranden und Doktoranden
Die -Münchener Sommerakademie Grundwissenschaften 2015- wird veranstaltet von der Professur für Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem dort angesiedelten Epigraphischen Forschungs- und Dokumentationszentrum, in Kooperation mit der Inschriftenkommissionen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, dem Bayerischen Nationalmuseum und dem Erzbistum München und Freising.
Dozenten:
- F.-A. Bornschlegel (München)
- einzelne Module und Exkursionsbeiträge: R. Baltolu, T. Kohwagner-Nikolai, C. Steininger (alle München), H. Drös (Heidelberg), R. Fuchs (Mainz), W. Koch (München/Wien).
Beschränkte Teilnehmerzahl!
Voraussetzungen
Lateinkenntnisse, abgeschlossener Basiskurs (Schwerpunkt Mittelalter), Motivationsschreiben (1-2 Seiten)
Anmeldung
Anmeldung bis zum 30. April 2015 (für Studierende der LMU) bzw. 31. Mai 2015 (für auswärtige Studierende: Teilnahmegebühr 80 Euro) unter: GHW@lrz.uni-muenchen.de
Fees, Irmgard , Prof.Dr.
Lateinkenntnisse, abgeschlossener Basiskurs (Schwerpunkt Mittelalter), Motivationsschreiben (1-2 Seiten)
LMU München
SoSe 2015
Dr.phil.
Bornschlegel Franz Dr.phil