Uni-München
14. März 2017Übung Rettet die Phänomene Astronomie Astrologie und Kosmologie im Mittelalter
-Aber dem Besten war es weder noch ist es gestattet, etwas anderes als das Schönste zu tun.- Mit diesen Worten und der Hoffnung auf eine geordnete Welt beginnt Platon seine Kosmologie im ‚Timaios’, die auch für die mittelalterliche und frühneuzeitliche...
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Jetzt Lernplan erstellen-Aber dem Besten war es weder noch ist es gestattet, etwas anderes als das Schönste zu tun.- Mit diesen Worten und der Hoffnung auf eine geordnete Welt beginnt Platon seine Kosmologie im ‚Timaios’, die auch für die mittelalterliche und frühneuzeitliche Sicht auf die Welt bis hin zu Kepler wirkungsmächtig werden sollte. In unserer Lehrveranstaltung wollen wir uns dementsprechend auf die Frage nach der Gestalt, Ordnung und Funktion des Kosmos im Mittelalter konzentrieren. Zu diesem Zweck haben wir eine Auswahl von Quellen von Autoren getroffen, die für die Vorstellungen in den im Titel genannten Disziplinen einflussreich und repräsentativ waren: Platon, Aristoteles, Ptolemäus, die spätantiken Enzyklopädisten, Sacrobosco, Grosseteste, Oresme und Dante. Auch Copernicus und Kepler sollen als Beginn der Moderne (die sich der Tradition doch verpflichet wusste) miteinbezogen werden. Dabei wollen wir uns speziell auf eine Thematik konzentrieren, die seit der Antike (und bis heute) diskutiert worden ist: Die Frage danach, ob kosmologische Theorien reale Zustände und Gestalten der beobachteten Phänomene beschreiben, oder ob sie nur berechenbare Modelle darstellen, die nicht als falsch oder wahr zu beurteilen sind. Sämtliche Literatur wird bereitgestellt und liegt in deutschen und englischen Übersetzungen vor. Angedacht sind auch ein Besuch im Deutschen Museum und in der Handschriftenabteilung der UB München.
Prüfungsformen im BA und mod. LA: RE
Anmeldung bitte per E-Mail an das Sekretariat der Wissenschaftsgeschichte: wg@lrz.uni-muenchen.de
Egel, Nikolaus Andreas , Dr.
LMU München
WiSe 1617
Dr.
di Liscia Daniel