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Uni-Essen
14. März 2017

Übung Taskforce Praktisches Politikmanagement 8211 Wo bitte geht 8217 s zum Wähler

Von Wahl zu Wahl in Deutschland wählen mehr Wähler. Die Aussage klingt intuitiv falsch, wenn man an die stetig sinkende Wahlbeteiligung denkt. Aber sie trifft dennoch insofern zu, als dass die Parteibindung der deutschen Wähler abnimmt und eine zunehmende größere...

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Von Wahl zu Wahl in Deutschland wählen mehr Wähler. Die Aussage klingt intuitiv falsch, wenn man an die stetig sinkende Wahlbeteiligung denkt. Aber sie trifft dennoch insofern zu, als dass die Parteibindung der deutschen Wähler abnimmt und eine zunehmende größere Gruppe sich vor Wahlen tatsächlich die Frage stellt, welcher Partei man die Stimme gibt. Für die Parteien bedeutet das einen erhöhten Aufwand im Wahlkampf, die -wählerischen Wähler- von sich zu überzeugen. Zwar ist die Wirksamkeit einiger Wahlkampf-Instrumente in der Forschung umstritten, aber wer sich dem Auftritt im Wahlkampfzirkus ganz verweigert, bleibt unsichtbar. Entsprechend tüfteln die Verantwortlichen in den Parteizentralen daran, die eigene Stammwählerschaft zu mobilisieren und neue Wähler anzulocken sowie schließlich möglichst sogar die Anhänger anderer Parteien zu demobilisieren. Die Studierenden setzen sich in der Veranstaltung auf praktische, jedoch theoretisch reflektierte Weise mit der Frage auseinander, welche neuen Entwicklungen in der Planung und Durchführung von Wahlkämpfen existieren. In einem ersten Block wird anhand der wissenschaftlichen Literatur zu Wahlkämpfen und Wahlkampforganisation erarbeitet, welche umfassenden Strategien und Trends sich herausstellen lassen. Ein Schwerpunkt liegt einerseits auf Fragen der Professionalisierung (z.B. Einsatz externer Agenturen) sowie andererseits auf den Konsequenzen der Digitalisierung (z.B. Wahlkampf im Internet, -big data-). Am Ende der Taskforce steht ein von den Studierenden erstellter Bericht für eine Parteizentrale, indem einerseits das Potenzial des Einsatzes digitaler Medien und Techniken skizziert und andererseits eine sinnvolle Aufgabenteilung zwischen Partei und Agentur dargelegt werden. Sozialwissenschaften Universität Duisburg-Essen WiSe 2015/16 PM M.A., Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung (Master of Arts) Professor Blätte Andreas