Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Übung Theorie 3 Habermas

Jürgen Habermas (geb. 1929) gehört zu den weltweit bekanntesten deutschsprachigen Sozialphilosophen und Soziologen. In seiner Rolle als -öffentlicher Intellektueller- hat er sich immer wieder seit den 1960`ziger Jahren zu politisch wichtigen Themen wie NS-Vergangenheitspolitik, Eugenik, Kriegen (Jugoslawien und Irak), dem...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Jürgen Habermas (geb. 1929) gehört zu den weltweit bekanntesten deutschsprachigen Sozialphilosophen und Soziologen. In seiner Rolle als -öffentlicher Intellektueller- hat er sich immer wieder seit den 1960`ziger Jahren zu politisch wichtigen Themen wie NS-Vergangenheitspolitik, Eugenik, Kriegen (Jugoslawien und Irak), dem Verhältnis von Religion und säkularer Vernunft oder Hirnforschung und Willensfreiheit geäußert und in seinen Stellungnahmen zugespitzt. Dabei begleitet das Thema des Öffentlichen Habermas nicht nur in seiner Person als öffentlicher Intellektueller, sondern ebenso als systematische Fragestellung. Schon in seiner Habilitation von 1962- Der Strukturwandel der Öffentlichkeit von 1962 - befasst er sich mit der Geschichte und Struktur dieser informellen Institution, der er zentrale Bedeutung für eine liberale und demokratische Verfassung zuspricht. Allerdings sieht er in dieser Phase seiner Überlegungen die Arena, in der das Allgemeininteresse im friedlichen Wettstreit der Argumente ermittelt wird, von politischen und kulturindustriellen Interessen bedroht. Als ein Leitthema baut Habermas in den folgenden Jahrzehnten die Frage nach den Konstituierungsbedingungen von Öffentlichkeit weiter aus, wobei er sich zunächst weniger um die politisch-institutionelle Seite der debattierenden Öffentlichkeit kümmert, sondern um ihre ontologische Basis: die Sprache. Er versucht zu begründen, dass der Sprache selbst ein herrschaftsfreier Wahrheitsanspruch zu Grunde liegt. Kommunikatives Handeln zielt auf rationale Verständigung mit dem Anderen und diese Handlungsweise kann und muss man unterscheiden von instrumentellem und strategischem Handeln. Diese Idee begründet Habermas in der Theorie des kommunikativen Handelns (1981). In dem geplanten Seminar soll der Versuch unternommen werden, zunächst die früheren Schriften von Jürgen Habermas sich genauer anzuschauen, um diese gleichsam als Vorbereitung der eigenen Fragestellung für die Konzeption und Erarbeitung der Theorie des kommunikativen Handelns in den Blick zu nehmen. Dieser erste Teil wird dann dazu dienen, den Einstieg in eine genauere Lektüre der Theorie des kommunikativen Handelns zu ermöglichen, die im folgenden Semester vertiefend behandelt werden soll. Department Institut für Soziologie • regelmäßige und aktive Teilnahme • kontinuierliche Lektüre der Literatur • Referat Leistungsnachweis • Klausur • 3 ECTS Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung findet für alle Studierenden (auch Lehramt modularisiert) vom 10. bis zum 17. März statt. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium/lehre/kursanmeldungen/index.html • Klausur • 3 ECTS Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung findet für alle Studierenden (auch Lehramt modularisiert) vom 10. bis zum 17. März statt. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium/lehre/kursanmeldungen/index.html LMU München SoSe 2015 Dr. May Stefan