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Uni-München
14. März 2017

Übung Theorie 3 Max Weber als Differenzierungstheoretiker

Max Webers 150. Geburtstag hat in der soziologischen Theoriediskussion die Frage entzündet, ob uns dieser soziologische Klassiker heute noch etwas zu sagen habe oder ob es sich bei seinen oftmals Fragment gebliebenen Ausführungen nurmehr um historisch interessantes Material handle. Dieser...

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Max Webers 150. Geburtstag hat in der soziologischen Theoriediskussion die Frage entzündet, ob uns dieser soziologische Klassiker heute noch etwas zu sagen habe oder ob es sich bei seinen oftmals Fragment gebliebenen Ausführungen nurmehr um historisch interessantes Material handle. Dieser Kurs verschreibt sich entschieden der Ansicht, dass Webers Soziologie auch heute noch fruchtbar gemacht werden kann. Dabei gilt es insbesondere seine differenzierungstheoretischen Überlegungen in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken – nicht zuletzt, weil sich diese durch eine Besonderheit auszeichnen: -Theoriegeschichtlich- nämlich lässt sich feststellen, dass -bei jenen Autoren, die sich mit Differenzierung beschäftigen, zugleich ein explizites Bekenntnis zum Gesellschaftsbegriff festzustellen [ist]- (Schwinn 2001: 31). Weber hingegen verzichtet auf einen Gesellschaftsbegriff und beschreibt nichtsdestoweniger eine Differenzierung ‚gesellschaftlicher‘ Sphären wie Religion, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Moral, Kunst und Erotik. Das Wort ‚Differenzierung‘ kommt insofern bei diesem Denker, bei dem -der Gesellschaftsbegriff ‚auf der Strecke geblieben‘ ist- (Tyrell 2008: 134) auch gar nicht vor. Nichtsdestoweniger lassen sich sowohl in seinen berühmten Vorträgen Wissenschaft als Beruf und Politik als Beruf als auch an zahlreichen anderen – diesbezüglich zu wenig beachteten – Stellen differenzierungstheoretische Ausführungen ausmachen (Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I und Wirtschaft und Gesellschaft). Zu fragen ist dann natürlich, wie es Weber ohne Voraussetzung eines Gesellschaftsbegriffs gelingt, moderne Differenzierungsphänomene und –pathologien zu beschreiben. Bezugnehmend sowohl auf die vor-soziologische Tradition der Geistphilosophie als auch auf die Differenzierungstheorien der zweiten und dritten Generation (Parsons, Luhmann) wird der Kurs anhand dreier zentraler Termini den differenzierungstheoretischen Spuren in Webers Werk folgen: ‚Wert‘, ‚Institution‘ und ‚Persönlichkeit‘. • Schwinn, Thomas 2001: Differenzierung ohne Gesellschaft. Umstellung eines soziologischen Konzepts. Weilerswist. • Tyrell, Hartmann 2008: Zur Diversität der Differenzierungstheorie. Soziologiehistorische Anmerkungen. In: ders.: Soziale und gesellschaftliche Differenzierung. Aufsätze zur soziologischen Theorie. Herausgegeben von Bettina Heintz, André Kieserling, Stefan Nacke, René Unkelbach. Wiesbaden, S. 107-140. Bemerkung Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes. Voraussetzungen • regelmäßige und aktive Teilnahme • kontinuierliche Lektüre der Literatur • Referat Leistungsnachweis • Klausur Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung findet für alle Studierenden (auch Lehramt modularisiert) vom 04. bis zum 10. September 2014 statt. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium/lehre/kursanmeldungen/index.html • regelmäßige und aktive Teilnahme • kontinuierliche Lektüre der Literatur • Referat Leistungsnachweis • Klausur Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung findet für alle Studierenden (auch Lehramt modularisiert) vom 04. bis zum 10. September 2014 statt. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium/lehre/kursanmeldungen/index.html • Klausur Anmeldung Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist ausschließlich über LSF möglich! Belegungsfrist für diese Veranstaltung findet für alle Studierenden (auch Lehramt modularisiert) vom 04. bis zum 10. September 2014 statt. Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Belegung, die Sie rechtzeitig auf der Website des Instituts für Soziologie unter dem folgenden Link finden: http://www.soziologie.uni-muenchen.de/studium/lehre/kursanmeldungen/index.html LMU München WiSe 1415 Department Institut für Soziologie