Uni-Düsseldorf
14. März 2017Vertiefungsseminar Innerparteiliche Demokratie unter besonderer Berücksichtigung digitaler Instrumente
Die politischen Parteien in Deutschland stehen gegenwärtig vor vielfältigen Herausforderungen. Zu den augenscheinlichsten gehört ihr anhaltender Verlust an Mitgliedern; häufig wird von einer Krise der Parteiendemokratie gesprochen. Vor diesem Hintergrund lautet eine verbreitete Forderung, dass die Parteien ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten ausbauen...
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Jetzt Lernplan erstellenDie politischen Parteien in Deutschland stehen gegenwärtig vor vielfältigen Herausforderungen. Zu den augenscheinlichsten gehört ihr anhaltender Verlust an Mitgliedern; häufig wird von einer Krise der Parteiendemokratie gesprochen. Vor diesem Hintergrund lautet eine verbreitete Forderung, dass die Parteien ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten ausbauen sollten, um mehr und vor allem junge Menschen für die Parteiarbeit zu begeistern. Tatsächlich haben alle größeren Parteien mittlerweile die Stärkung innerparteilicher Partizipationsprozesse in ihre Programme aufgenommen. Dabei gewinnen vor allem basisdemokratische und digitale Instrumente zunehmend an Bedeutung und werden von einigen Beobachtern als Vorzeichen einer neuen innerparteilichen Partizipationskultur gesehen. Doch welche Formen von innerparteilicher Demokratie gibt es? Wie kann eine Stärkung der Mitbestimmung in Parteien erreicht werden? Im Seminar werden den TeilnehmerInnen einleitend zunächst die normativen und verfassungsrechtlichen Hintergründe der innerparteilichen Demokratie in Deutschland vermittelt. Darauf aufbauend sollen mögliche Kritikpunkte an der gegenwärtigen Ausgestaltung der Mitbestimmung in Parteien erörtert werden. Vor allem die vermeintlich zu geringen Partizipationsmöglichkeiten der Parteibasis sollen in diesem Zusammenhang kritisch diskutiert werden. Zudem soll untersucht werden, welche Veränderungen des deutschen Parteiensystems zu der oftmals attestierten Krise der Volksparteien und des mit ihnen verbundenen Modells innerparteilicher Demokratie geführt haben. Im weiteren Verlauf des Seminars soll es darum gehen, die aktuellen Entwicklungen im Bereich der innerparteilichen Mitbestimmung zu analysieren. Dabei werden schwerpunktmäßig digitale bzw. internetbasierte Mitbestimmungsinstrumente wie das Programm LiquidFeedback der Piratenpartei, aber auch soziale Medien, wie Facebook und Twitter, behandelt. Es soll schließlich untersucht und diskutiert werden, welche Funktion und Bedeutung innovative Partizipationsinstrumente einnehmen und ob sie in der Lage sind, die diagnostizierten Defizite im Bereich der innerparteilichen Demokratie zu beheben. Ein Teil der Literatur ist auf Englisch, weshalb grundlegende Englischkenntnisse vorausgesetzt werden. Weitere Vorkenntnisse werden nicht erwartet.
Einführende Literatur
Münch, Ursula/Kranenpohl, Uwe/Gast, Henrik (Hrsg.) (2014): Parteien und Demokratie. Innerparteiliche Demokratie im Wandel, Baden-Baden: Nomos.
(Verfügbar als Online-Ressource über die ULB)
Weitere Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.
Bemerkung
ACHTUNG - interne Deadline:
Der Anmeldezeitraum läuft vom 01.03.2016 bis zum 27.03.2016, 23.59 Uhr (MEZ).
Ab dem 28.03.2016 bis zum 15.04.2016 erfolgt die finale Zulassung durch die Dozenten!
Voraussetzungen
Ein Teil der Literatur ist auf Englisch, weshalb grundlegende Englischkenntnisse vorausgesetzt werden.
Leistungsnachweis
(1) Beteiligungsnachweis (BN):
Von allen Teilnehmenden wird die regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar erwartet (Vorbereitung der Pflichtlektüre, Beteiligung an der Diskussion).
Darüber hinaus wird von allen Teilnehmenden folgendes verlangt:
• Ein ca. 30-minütiges (Gruppen-)Referat zum Thema einer Sitzung. Das Referat soll über die angegebenen Texte hinausgehen; keine (!) mündliche Zusammenfassung der Pflichtlektüre. Die Präsentation für das Referat ist dem Dozenten spätestens eine Woche vor der jeweiligen Sitzung zukommen zu lassen.
ODER
• 4 Leseprotokolle zur Pflichtlektüre (á 200 Wörter). Diese enthalten die folgenden Punkte:
(1) Zusammenfassung der zentralen Aussagen des Textes
(2) Einordnung des Textes in den Gesamtzusammenhang des Seminars
(3) Kritik (Überzeugende Begründungen? Logische Widersprüche? Bekannte oder denkbare Gegenargumente?)
(2) Abschlussprüfung (AP, benotet):
• mündliche Prüfung (geprüft wird der gesamte Inhalt des Seminars)
ODER
• Hausarbeit (4500 Wörter)
Sozialwiss. - Medien.Pol. (BA, PO 2013)
Ein Teil der Literatur ist auf Englisch, weshalb grundlegende Englischkenntnisse vorausgesetzt werden.
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