Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Vorlesung Aktuelle Theorien in der Linguistik

In der Vorlesung soll ein Überblick über gegenwärtige Trends in der Theoriebildung zum Gegenstand

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
In der Vorlesung soll ein Überblick über gegenwärtige Trends in der Theoriebildung zum Gegenstand 'Sprache' gegeben werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk weniger auf einem 'Abarbeiten' der unterschiedlichen Ansätze, also vielmehr darauf – ausgehend von einer exemplarischen Illustration dieser Ansätze – das Gemeinsame und Trennende herauszuarbeiten und wissenschaftstheoretisch ebenso zu kontextualisieren wie wissenschaftssoziologisch. D.h., es geht nicht nur um die Präsentation einzelner Vorschläge zur Modellbildung von 'Sprache', sondern auch darum herauszuarbeiten, was die bedingenden Faktoren für die jeweilige Modellbildung sind. In diesem Sinne soll auch eine Typologie 'aktueller Theorien' versucht werden, wobei folgende Fragestellungen in den Fokus gestellt werden: (a) woher stammt die jeweilige Theorie (Wissenschaftsgeschichte), (b) was sind die Ziele, (c) wie ist die Theorie organisiert (Modellarchitektur) und (d) worauf wird sie angewendet (Gegenstandsbereich der Theorien)? Illustriert und damit vergleichbar werden sollen die unterschiedlichen Ansätze mittels eines einheitlichen Satzes von Sprachdaten, der ebenso aus indogermanischen wie nicht-indogermanischen Sprachen stammt. Mittels dieser Fragen sollen auch methodische Aspekte der 'Theoriebildung zur Sprache' an sich angesprochen werden (was ist eine Sprachtheorie, welche Anforderungen muss sie erfüllen und wie wird sie erstellt?). Im Zentrum stehen nicht-generativistische Ansätze, ohne dass aber das sog. Chomsky-Paradigma vernachlässigt werden soll. Zur Sprache kommen daher vor allem funktionalistische und kognitivistische Ansätze (von der revidierten Version der 'Functional Theory of Language' über Modelle, die den unterschiedlichen 'Cognitive Grammars' (einschließlich Construction Grammars) zugrunde liegen, bis hin zu soziokognitiven, soziokulturellen und soziopragmatischen Theorien zur Sprache. Eine spezifische Betrachtung erfahren Hypothesen zu einer 'Framework-free grammatical theory' und damit zum theoretischen Hintergrund mancher Spielarten der Sprachtypologie. Mit dem Faktor 'Sprachtypologie' eröffnet sich auch die Dimension 'Sprache als Universalie' vs. 'Sprachen als Partikularien'. Weitere typologische Parameter der Zuordnung einzelner theoretischer Ansätze stellen u.a. folgende Faktoren dar: (a) Sprache als fait historique, (b) Sprache als fait social, (c) Sprache als fait culturel und (d) Sprache als fait cognitif. Ein weiterer Klassifikationsfaktor werden die methodischen Verfahren sein, die sich tatsächlich oder vermeintlich aus den jeweiligen Theorien ableiten, und in denen sich das jeweilige theoretische Moment praktisch substantiiert. C3-Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schulze) MA CCL (P 1.1): Die Vorlesung wird zusammen mit dem Seminar P 1.2 -Kategorien der Sprache I- abgeprüft. Prüfungsform: Hausarbeit (66.000 - 84.000 Zeichen). bestanden / nicht bestanden. 9 ECTS-Punkte. MA VIS/CIEL: Prüfungsformen: Klausur (80 - 120 Min.) oder Hausarbeit (44.000 - 56.000 Zeichen). Die Wahl der Prüfungsform liegt beim Dozenten. 6 ECTS. Bewertung: bestanden/nicht bestanden. MA Slavistik / Romanistik: Sie erhalten 6 ECTS-Punkte, wenn Sie eine Klausur (90 min.) schreiben. bestanden/nicht bestanden. MA-Profilbereich (WP CCL 1): Die Vorlesung wird zusammen mit dem Seminar WP CCL 1.2 -Kategorien der Sprache I- abgeprüft. Prüfungsform: Hausarbeit (66.000 - 84.000 Zeichen). bestanden / nicht bestanden. 9 ECTS-Punkte. MA English Studies: Klausur (45 -90 Min) oder mündliche Prüfung (15 Min.) LMU München WiSe 1415 Prof.Dr. Schulze Wolfgang