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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Vorlesung Das 19 Jahrhundert

Ziel der Vorlesung soll es sein, einen Überblick über das lange 19. Jahrhundert zu präsentieren (1789 1914). Industrialisierung in Großbritannien, dann auf dem Kontinent und den USA bilden auch die Grundlage für die außereuropäische Expansion in neuer (globaler) Qualität (Kolonialismus...

Was lernst du wirklich?

In dieser Vorlesung tauchst du in das 'lange 19. Jahrhundert' (1789-1914) ein und verstehst, wie die Industrialisierung Europa und die Welt grundlegend verändert hat. Du lernst die großen gesellschaftlichen Umbrüche kennen, von der Entstehung des Kolonialismus über die Anfänge von Frauenbewegungen bis hin zum Wandel der Weltbilder. Der Kurs legt dabei besonderen Wert auf Alltags-, Kultur- und Sozialgeschichte, um die Epoche aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Das wirst du lernen

  • Du kannst die Ursachen und weitreichenden Folgen der Industrialisierung in verschiedenen Regionen der Welt erklären.
  • Du verstehst die Entstehung und die Auswirkungen von Kolonialismus, Imperialismus und Rassismus im 19. Jahrhundert.
  • Du kannst die Entwicklung bürgerlicher Gesellschaften, politischer Parteien und sozialer Bewegungen wie der Frauenbewegung analysieren.
  • Du bist in der Lage, den Wandel von religiösen zu naturwissenschaftlichen Weltbildern im Kontext der Zeit zu interpretieren.
  • Du kannst alltags-, kultur- und sozialgeschichtliche Perspektiven nutzen, um historische Prozesse kritisch zu hinterfragen.
  • Du erkennst die globalen Verflechtungen und die Beschleunigung gesellschaftlicher Prozesse, die das 19. Jahrhundert prägten.

Passende Berufsfelder

Bildung und Forschung (z.B. als Historiker*in, Lehrer*in)Journalismus und Medien (Aufbereitung historischer Themen)Kulturmanagement und Museen (Konzeption von Ausstellungen)Politische Bildung und ErwachsenenbildungInternationale Organisationen (Verständnis historischer Konflikte und Entwicklungen)

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Offizielle Kursbeschreibung

Ziel der Vorlesung soll es sein, einen Überblick über das lange 19. Jahrhundert zu präsentieren (1789 1914). Industrialisierung in Großbritannien, dann auf dem Kontinent und den USA bilden auch die Grundlage für die außereuropäische Expansion in neuer (globaler) Qualität (Kolonialismus und Imperialismus). Rassismus in verschiedensten Formen, verbrämt vor allem als Zivilisierungsmissionen und in Form des Sozialdarwinismus waren die Folge. Insgesamt kommt es durch die Industrialisierung zu einer Beschleunigung auf allen Ebenen. Als weitere Kennzeichen der Epoche gelten nation-building, bürgerliche Gesellschaften mit Macht- und Partizipationsansprüchen, wobei auf dieser Ebene nur Männer Erfolge verbuchen konnten, obwohl die Frauenbewegungen an ihren Flügeln die Gleichberechtigung forderten. Neue Phänomene waren politische Parteien, unter denen sozialistische Bewegungen einen je nach Nation einen sehr unterschiedlichen Stellenwert besaßen. Besondere Berücksichtigung wird auch die Entwicklung christlicher Weltbilder hin zu einem naturwissenschaftlichen Weltbild finden; Wissenschaft wird zur Produktivkraft in kapitalistischen Gesellschaften. Die Medikalisierung führte erst langsam zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen. Demographische Entwicklungen sind hier wichtige Indikatoren. In dieser stichwortartigen Charakterisierung wird kein Vollständigkeitsanspruch erhoben. Wichtig ist es aber festzuhalten, dass auf der Ebene von Wirtschafts- und politischer Geschichte nur Rahmenbedingungen erörtert werden können. Schwerpunkte sollen dagegen auf der Kultur-, Alltags- und Sozialgeschichte liegen. Ein eurozentrischer Blick soll im Hinblick auf alle Themen der Vorlesung vermieden werden. Regionale Schwerpunkte werden aber im Wesentlichen auf Europa und die USA beschränkt. Osterhammel, Jürgen, Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 2. Aufl. München 2009. Geschichte (MA, PO 2013) Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 Univ.-Prof. Dr. Götz von Olenhusen Irmtraud