Uni-Düsseldorf
14. März 2017Vorlesung Grundlagen der Online Partizipation
Die massive Verbreitung des Internets führt zu grundlegenden Veränderungen gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse. So ist es nunmehr möglich, große Gruppen von Individuen direkt an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen, das heißt, sie können online partizipieren. In der Praxis werden verschiedene Formen...
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Jetzt Lernplan erstellenDie massive Verbreitung des Internets führt zu grundlegenden Veränderungen gesellschaftlicher Kommunikationsprozesse. So ist es nunmehr möglich, große Gruppen von Individuen direkt an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen, das heißt, sie können online partizipieren. In der Praxis werden verschiedene Formen der Online-Partizipation bereits eingesetzt. Beispielsweise haben die Bürger die Möglichkeit, online an Bürgerhaushalten teilnehmen, Unternehmen beteiligen (potentielle) Kunden am Produktdesign, und mit Hilfe von sozialer Software organisieren sich Bewegungen im Netz, die offline Proteste durchführen (Beispiel arabischer Frühling) oder öffentliche Güter produzieren (Beispiel Wikipedia). Wichtige Potentiale von Online-Partizipation liegen in der möglichen Verbesserung der Akzeptanz und der Qualität von Entscheidungen. Dem stehen aber auch Herausforderungen gegenüber, z.B. eine aktive Beteiligung sicherzustellen, Manipulationen zu verhindern oder diese Prozesse in bestehende (rechtliche) Rahmenbedingungen zu integrieren.
Die interdisziplinäre Vorlesung -Grundlagen der Online-Partizipation- vermittelt ein umfassendes Wissen zu den Anwendungsfeldern, Voraussetzungen und Problemen von Online-Partizipation in den gesellschaftlichen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Recht.
Dabei geht es um die grundlegenden Fragen von Sinn und Zweck von Online-Beteiligung, auch um Aspekte der eingesetzten Technologien, dem Einfluss der sozialen Systeme, in die Online-Partizipation eingebettet ist, sowie Möglichkeiten der Evaluation von Online-Partizipationsprozessen.
Beispielhafte Fragen, die beantwortet werden sollen:
* Wo gibt es Online-Partizipation?
* Was sind die Ziele von Online-Partizipation?
* Wie beeinflusst technisches Design den Partizipationsprozess?
* Warum beteiligen sich Menschen an Online-Partizipation?
* Wann ist Online-Partizipation erfolgreich?
* Was sind Herausforderungen der Technik?
* Inwieweit beeinflussen Kontexte (z.B. Politik oder Wirtschaft) Online-Partizipationsprozesse?
* Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Partizipation?
Informatik (BSc, PO 2007)
Interesse an internetvermittelter Kommunikation und Kooperation (ePartizipation, Web 2.0, e-Government, Enterprise 2.0, social media).
In der Vorlesung kann ein Beteiligungsnachweis erworben werden. Die aktive Beteiligung an der Vorlesung wird dabei durch einen unbenoteten Test in der letzten Sitzung nachgewiesen.
Universität Düsseldorf
WiSe 2015/16
Heilsberger Lars Fabian