Uni-München
14. März 2017Vorlesung Grundzüge des Kirchenrechts
Die Vorlesung stellt wichtige Bereiche der kirchlichen Rechtsordnung unter Berücksichtigung ihrer anthropologischen und theologischen Begründung dar. Geklärt werden zunächst grundlegende (Rechts-)Begriffe, um darauf aufbauend in einem ersten Teil in Grundzügen Rechtstheorie und Rechtsphilosophie sowie eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts zu...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Vorlesung stellt wichtige Bereiche der kirchlichen Rechtsordnung unter Berücksichtigung ihrer anthropologischen und theologischen Begründung dar. Geklärt werden zunächst grundlegende (Rechts-)Begriffe, um darauf aufbauend in einem ersten Teil in Grundzügen Rechtstheorie und Rechtsphilosophie sowie eine theologische Grundlegung des Kirchenrechts zu vermitteln. In einem zweiten Teil geht es um Rechtsquellen, im dritten Teil um das kirchliche Verfassungsrecht, im vierten Teil um das Verkündigungsrechts mit einem Schwerpunkt auf die kirchenrechtlichen und staatskirchenrechtlichen Bestimmungen zu Religionsunterricht und Religionslehrer, im fünften Teil um das Sakramentenrecht mit einem deutlichen Schwerpunkt auf dem Eherecht und im sechsten Teil schließlich um das Prozessrecht.
Ziel:
Die Vorlesung dient dem Kennenlernen der Kirche in ihrer legitimen Vielfalt. Dazu will sie das Grundverständnis der Studierenden für kirchenrechtlichen Regelungen und ihre anthropologisch-theologische Grundlagen, v.a. für die Verpflichtung des katholischen Kirchenrechts auf Christus, wecken und grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten für einen sachgerechten Umgang mit dem gelten Recht vermitteln. Hierbei wird auch Bezug genommen auf das spätere Berufsbild dieser Studierendengruppe. Die Studierenden sollen als mögliche spätere Inhaber von Leitungs- und Lehrfunktionen Kenntnis der Rechte und Pflichten der Gläubigen erlangen, in ihrer aktiven Teilnahme an der Sendung der Kirche gefördert und in ihrer Dialogfähigkeit mit Schülern und Schülerinnen, mit Staat und anderen Religionen gestärkt werden. Grundlage für das kirchliche Recht bildet dabei der Codex Iuris Canonici von 1983; für das staatliche Recht sind neben dem Grundgesetz und den Länderverfassungen die verschiedenen Staatskirchenverträge in der Bundesrepublik Deutschland maßgeblich. Ein EWS-Schein bzw. der Schein für Wirtschaftspädagogik kann durch erfolgreiche Teilnahme an der Abschlussklausur erworben werden.
Quellen: Codex Iuris Canonici - Codex des kanonischen Rechtes, Lateinisch-deutsche Ausgabe, 5., neu gestaltete und verbesserte Auflage, Kevelaer 2001. Joseph Listl (Hg.), Die Konkordate und Kirchenverträge in der Bundesrepublik Deutschland. Textausgabe für Wissenschaft und Praxis, 2 Bde., Berlin 1987. Sekundärliteratur: Joseph Listl, Dietrich Pirson (Hg.), Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, 2 Bde., zweite, grundlegend neubearb. Aufl., Berlin I 1994, II 1995. Joseph Listl, Heribert Schmitz (Hg.), Handbuch des katholischen Kirchenrechts, 2. grundlegend neubearb. Auflage, Regensburg 1999. [=HdbkathKR²] (mit weiterer Literatur) Klaus Lüdicke, Münsterischer Kommentar zum Codex Iuris Canonici unter besonderer Berücksichtigung der Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Loseblattsammlung, Essen seit 1985 ff. (fortlaufende Ergänzungslieferungen) [mit weiterer Literatur]. Weitere aktuelle Literatur wird in der Vorlesung bekanntgegeben.
Leistungsnachweis
modul. RS, HS, GS, MA-BB: Die Veranstaltung wird im Rahmen einer Modulprüfung am Ende des WS 2014-15 abgeprüft.
modul. BA-NF: Bei erfolgreicher Modulteilprüfung am Ende des WS 2014-15 können 3 ECTS-Punkte erworben werden.
Zielgruppe
modul.: BA-NF, RS, HS, GS, MA-BB
nicht modul.: RS, BS, HS, GS, GWS
Anmeldung
Diese Veranstaltung ist vorab über LSF online-belegpflichtig. Die Belegfrist beginnt am 15.09. und endet am 29.09.2014.
Katholisch-Theologische Fakultät
modul. RS, HS, GS, MA-BB: Die Veranstaltung wird im Rahmen einer Modulprüfung am Ende des WS 2014-15 abgeprüft.
modul. BA-NF: Bei erfolgreicher Modulteilprüfung am Ende des WS 2014-15 können 3 ECTS-Punkte erworben werden.
LMU München
WiSe 1415
Dr.
Weber Margit