Vorlesung Historische Perspektiven auf kulturwissenschaftliche Forschungsfelder
Für das empirisch-kulturwissenschaftliche Denken und Arbeiten ist die Historisierung ein wichtiges Werkzeug. Ob es um Migration, Arbeit, Jugendkultur oder Familie geht: Praktiken und Diskurse, die uns oftmals als selbstverständlich erscheinen, erschließen sich erst über historische Kontexte und Kämpfe, die es...
Was lernst du wirklich?
In dieser Vorlesung lernst du, wie wichtig es ist, aktuelle gesellschaftliche Phänomene wie Migration, Arbeit oder Jugendkultur historisch zu betrachten. Du verstehst, dass viele Dinge, die uns heute normal erscheinen, erst durch ihre Entwicklung und frühere Kämpfe erklärbar werden. So bekommst du ein solides Grundlagenwissen über die Geschichte europäischer Alltags- und Wissenskulturen und kannst gegenwartsbezogene Forschungen besser einordnen.
Das wirst du lernen
Du verstehst die Bedeutung der Historisierung als zentrales Werkzeug in den Kulturwissenschaften.
Du kannst aktuelle gesellschaftliche Phänomene wie Migration oder Jugendkultur in ihren historischen Kontexten analysieren.
Du erwirbst Grundlagenwissen über die Entwicklung europäischer Alltags- und Wissenskulturen im 19. und 20. Jahrhundert.
Du lernst, scheinbare Kontinuitäten kritisch zu hinterfragen und alternative Geschichtsperspektiven zu entwickeln.
Du verstehst die historischen Genealogien und Wurzeln gegenwartsbezogener kulturwissenschaftlicher Forschung.
Du kannst die Entwicklung kulturtheoretischer Debatten im Kontext historischer Transformationen einordnen.
Passende Berufsfelder
Kulturmanagement und KulturvermittlungWissenschaft und Forschung (insbesondere Sozial- und Kulturwissenschaften)Journalismus und MedienBildungsarbeit und ErwachsenenbildungArchiv- und Museumswesen
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Für das empirisch-kulturwissenschaftliche Denken und Arbeiten ist die Historisierung ein wichtiges Werkzeug. Ob es um Migration, Arbeit, Jugendkultur oder Familie geht: Praktiken und Diskurse, die uns oftmals als selbstverständlich erscheinen, erschließen sich erst über historische Kontexte und Kämpfe, die es zu rekonstruieren gilt. Auch die kulturtheoretischen Debatten der Europäischen Ethnologie werden vor dem Hintergrund der historischen Transformationen, auf die sie sich beziehen, sehr viel deutlicher. Zugleich ist es ein wichtiges Ziel historischer Perspektivierungen, mit scheinbaren Kontinuitäten zu brechen und Geschichte abseits der großen Repräsentationen zu erzählen.
In dieser Ringvorlesung geben MitarbeiterInnen des Instituts deshalb historische Einführungen in ihre Schwerpunktforschungsfelder. Die Vorlesung wird allen Bachelor-Studierenden empfohlen, insbesondere im zweiten Semester.
Die Vorträge setzen sich einen jeweils unterschiedlichen historischen Rahmen, behandeln aber vor allem das 19. und 20. Jahrhundert. Damit soll, ergänzend zum Seminar zu historisch-archivalischen Methoden, (a) Grundlagenwissen über die Geschichte der Alltags- und Wissenskulturen europäischer Gesellschaften vermittelt werden und (b) sollen historische Genealogien gegenwartsbezogener Forschungen erklärt werden.
Programm:
23.4. Daniel Habit: Zur Geschichte der Europavorstellungen;
30.4. Miriam Gutekunst/Maria Schwertl: Zur Entstehung von Migration und Grenzregimen im 19. und 20. Jh.;
7.5. Paul Hempel: Ethnologie im Reich der Schatten: Zur Fotografie als wissenschaftshistorische Quelle;
21.5. Asli Duru: Food markets: Politics of food and gender in Istanbul;
28.5. Olga Reznikova: Zur Geschichte des Antisemitismus;
11.6. Moritz Ege: Vorgeschichte der Jugend(sub)kulturen im 19. und 20. Jh.;
18.6. Alexandra Rau: Zur Geschichte des Alters und des Alterns;
25.6. Johannes Moser: Geschichte des Arbeitsbegriffs und der Arbeit im Bergbau;
2.7. Irene Götz: zur Geschichte der Arbeitsforschung im 19. und 20. Jahrhundert.
Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde
Keiner. Der Besuch der Veranstaltung ist freiwillig.
LMU München
SoSe 2015
Dozenten des Instituts N.N