Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Vorlesung Poetiken des 20 Jahrhunderts II

Poetiken des 20. Jahrhunderts II Fortsetzung der Vorlesung vom SoSe 2015 (Neuzugänge sind willkommen!) Was ist Literatur? Was ist Schreiben? Warum Schreiben? Auf diese Fragen gibt es nach dem Traditionsbruch der klassischen Moderne keine einhelligen und einfachen Antworten mehr. Nach...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Poetiken des 20. Jahrhunderts II Fortsetzung der Vorlesung vom SoSe 2015 (Neuzugänge sind willkommen!) Was ist Literatur? Was ist Schreiben? Warum Schreiben? Auf diese Fragen gibt es nach dem Traditionsbruch der klassischen Moderne keine einhelligen und einfachen Antworten mehr. Nach dem zweiten Weltkrieg kommt die Frage hinzu, ob die Produktion von Kunst ‚nach Auschwitz’ überhaupt noch legitimierbar sei. Theodor W. Adornos Diktum, nach Auschwitz noch ein Gedicht zu schreiben, sei -barbarisch-, hat viele Schriftsteller zu persönlichen Positionsbestimmungen und grundlegenden Erörterungen der gesellschaftlichen Bedeutung und Funktion von Literatur veranlasst. Dies verband sich vielfach mit poetologischen Reflexionen über die Grenzen von Darstellbarkeit, mit Strategien negativer oder indirekter Darstellung, und mit Bestimmungsversuchen von Literatur als Zeugenschaft. In den seit 1959 bestehenden Frankfurter Vorlesungen zur Poetik haben sich viele Autoren und Autorinnen zu diesen Fragen geäußert. Die Vorlesung möchte einen Überblick über wichtige poetologische Positionen des 20. Jahrhunderts geben. Sie geht dabei von Poetiken der Autoren aus, bleibt aber nicht auf diese beschränkt. Nachdem im Sommersemester 2015 im wesentlichen die Zeit von der klassischen Moderne bis zum Nachkrieg behandelt wurde, geht es im kommenden Semester um die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts (mit Ausblicken ins 21.) und damit um den Übergang von der Moderne zur Postmoderne. Eine der Leitfragen der Vorlesung wird sein, ob und worin sich postmoderne Poetiken tatsächlich von noch modern zu nennenden Positionen unterscheiden, ob man mithin tatsächlich von einem Epochenbruch zwischen Moderne und Postmoderne sprechen kann. Behandelt werden u.a. Uwe Johnson (Begleitumstände), Peter Handke (Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms), Rolf-Dieter Brinkmann, Poetiken der Einschränkung (Georges Perec / OuLiPo), negative Poetiken (Erinnerungs-, Trauma- und Zeugenschaftsdiskurse), Thomas Bernhard, Wolfgang Hilbig (Abriss der Kritik), Herta Müller, Elfriede Jelinek, Rainald Goetz, postkoloniale Poetiken. Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsart bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik, alle modularisierten Lehrämter Deutsch, Deutsch als Zweitfach im B.A. Wirtschaftspädagogik und im B.A. Berufliche Bildung und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Die Module, die diese Vorlesung beinhalten, schließen mit einer Modulprüfung im Rahmen des jeweiligen Einführungs-, Pro-, Fortgeschrittenen oder Hauptseminars ab. In dieser Vorlesung gibt es keine eigene Prüfung. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Kernveranstaltung zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.13/15/17/19). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Portfolio (20.000-40.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München SoSe 2016 Univ.Prof.Dr. Lüdemann Susanne