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Uni-Kassel
14. März 2017

Vorlesung Wahrnehmung und Analyse von Räumen C 1.501

„Wahrnehmung und Analyse von Räumen“ verbindet theoretische Konzepte, Methoden der Raumbeobachtung und praktische Feldstudien, in denen Raumausschnitte urbaner Landschaften in Kassel beobachtet und analysiert werden. Das Modul ist interdisziplinär: Es verbindet die Stadtsoziologie mit der Landschaftsplanung. Und schließlich führt das...

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„Wahrnehmung und Analyse von Räumen“ verbindet theoretische Konzepte, Methoden der Raumbeobachtung und praktische Feldstudien, in denen Raumausschnitte urbaner Landschaften in Kassel beobachtet und analysiert werden. Das Modul ist interdisziplinär: Es verbindet die Stadtsoziologie mit der Landschaftsplanung. Und schließlich führt das Modul in geographische Informationssysteme ein und erschließt so auch Möglichkeiten computergestützter Kartierung und Analyse. Die Veranstaltung beginnt mit einer gemeinsamen Einführung aller Lehrenden. Dabei werden die Lernziele vorgestellt, die Programmpunkte, die dazu beitragen, die Lernziele zu erreichen und die Stadträume, die im Einzelnen untersucht werden sollen. In den Veranstaltungen wird gezeigt, in welchem Zusammenhang die Stadtsoziologie und die Stadt- und Landschaftsplanung stehen, welche Rolle Erhebungsmethoden spielen und welche Technik man zu der Sammlung, Aufbereitung und Analyse von Daten benötigt. In der Mitte des Semesters werden alle Lehrenden in einer Podiumsdiskussion ihre fachlichen Sichten der Wahrnehmung von Räumen gegenüberstellen. Am Ende des Semesters werden die Ergebnisse der Feldforschung exemplarisch vorgestellt und diskutiert. Die stadtsoziologischen Vorlesungen zeigen, dass die Soziologie des urbanen Raumes von Anfang an mit dem „nosing around“, dem „Rumschnüffeln“ und der Recherche in den Stadtteilen verbunden war, geht sodann auf die Bausteine der Stadt als Sozialraum ein (Was heißt öffentlicher und privater Raum?, welche Bedeutung haben halböffentliche Räume und Plätze in Quartieren?). Es geht um Raumzeichen und Grenzen, Brachen und Ränder. In einem zweiten Teil wird es um Klassen und Schichten, Milieus und Lebensstile gehen und darum welche räumlichen Zusammenhänge zur Nutzung des Raumes dabei wichtig sind. Die Beobachtungsmethode, mit der die Wahrnehmung der Untersuchungsräume durchgeführt wird, ist eingebettet in die Methodologie der empirischen Sozialforschung. In den theoriegeleiteten Einführungen werden die Anwendung der Methode wie auch die Potenziale und Grenzen dieses Instruments vorgestellt. Die landschaftsökologischen und landschaftsplanerischen Vorlesungen zeigen planungsorientierte Zugänge naturwissenschaftlicher Erfassung und Analyse von Landschaft und Umwelt auf. Es geht um physikalisch-chemische und biologische Aspekte der wichtigsten Umweltmedien wie Luft, Boden/Gesteine, Wasser/Gewässer, Vegetation, Fauna, sowie darum, wie diese aus naturwissenschaftlicher Sicht wahrgenommen werden (Geographie, modellhafte Abbildung ökologischer Systeme). Landschaftsplanerische Beobachtungsmethoden, mit der die Wahrnehmung der Untersuchungsräume durchgeführt werden, stellen die Erfassung ausgewählter Raummerkmale in dem Mittelpunkt. Methoden der Biotoptypenkartierung und der Wahrnehmung des Landschafts-Charakters werden vorgestellt. Gruppen erarbeiten Raum- und Landschaftsgliederungen und erfassen Merkmale dieser Räume. Die Erfassungsergebnisse werden im Plenum präsentiert und mit Sichtweise der Sozial- und Naturwissenschaften konfrontiert. Die Verwendung von Karten und Darstellungen von Natur und Landschaft auf Karten werden geübt. Ziel der Anwendung Geographischen Informationssystemen (GIS) in der Stadt- und Landschaftsplanung ist es, Grundlagen für die rechnergestützte Durchführung räumlicher Analysen und deren planerische Einsatzmöglichkeiten kennen zu lernen. Es werden Einblicke in die für den GIS-Einsatz relevanten Daten im die im GIS-Archiv der Uni Kassel vorhandenen GIS-Daten gegeben. Studierenden eignen sich während der Seminarsitzungen Praxis am Rechner an (selbständig außerhalb der Sitzungen zu bearbeitende Übungsaufgaben als Voraussetzung für den Schein) und gewinnen Motivation für den Einsatz des Werkzeuges GIS bei zukünftigen Studien-/Diplom-Arbeiten. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SS2006 Stadt- und Regionalplanung Stadt- und Regionalplanung Univ.-Prof. Dr. Bruns Diedrich