Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Vorlesung Was für ein Skandal Grenzüberschreitungen in öffentlichen Inszenierungen Theater und Öffentlichkeit Englhart

Von Aischylos bis Schiller, von Nestroy bis Gosch, von Nitsch bis Oshima und Scorcese, Kunst und Skandal scheinen oft zwei Seiten einer Medaille zu sein. Futuristen, Dadaisten, Surrealisten, Aktionisten, Fluxus und Body Art, dramatisches wie postdramatisches Theater, Bernhard und Jelinek,...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Von Aischylos bis Schiller, von Nestroy bis Gosch, von Nitsch bis Oshima und Scorcese, Kunst und Skandal scheinen oft zwei Seiten einer Medaille zu sein. Futuristen, Dadaisten, Surrealisten, Aktionisten, Fluxus und Body Art, dramatisches wie postdramatisches Theater, Bernhard und Jelinek, Dokumentar- und Regietheater, Hollywood- und Autorenfilm, Fiktion und Dokumentarfilm, der ganz junge und der alte Peter Stein, Brecht und Castorf, Hochhuth, Strauß und Handke, Bergman und Lena Dunham waren Anlass für größere und kleinere Aufregungen, Diskussionen, Verbote und oft eine spätere Kanonisierung, Musealisierung sowie Verharmlosung. In der Vorlesung werden wir uns mit der Geschichte und Systematik des Skandals in öffentlichen Medien auseinandersetzen. An den Versuch, eine Ästhetik oder Dramaturgie des Skandals in der Öffentlichkeit zu finden, schließen sich viele spannende Fragen an, etwa: Welche Funktion haben Skandale in der Öffentlichkeit? Ist (avantgardistische) Kunst auf Skandale angewiesen? Können junge Künstler heute überhaupt noch einen Skandal inszenieren, da alle Grenzen überschritten zu sein scheinen? Ist es möglich, ohne Skandal berühmt werden? Bleiben der größte Feind des Künstlers nicht Anerkennung und Erfolg? Berührt der Skandal Tabus? Wie gestaltet sich der Skandal in verschiedenen Medien? Literatur zur Einführung: Bernd Noack: Theaterskandale. Von Aischylos bis Thomas Bernhard, Salzburg 2008. Stephan Volk: Skandalfilme. Cineastische Aufreger gestern und heute, Marbach 2010. W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme) Pflichtvorlesung BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik, Theater, 9 ECTS für das Modul -Theater und Gesellschaft- (mit Seminar -Rezeption und Wirkung des Theaters-); Im NF bitte WP 48 nur in Verbindung mit WP 47 belegen, um insgesamt 60 ECTS zu erreichen. LMU München SoSe 2016 PD Dr. phil. Englhart Andreas phil