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Uni-Kassel
14. März 2017

Vorlesung Zugänge zum Feld qualitativ orientierter Sozialforschung ein Überblick

Die Lehrveranstaltung dient zwei Zielen: (1) Qualitativ-empirische Forschung erfordert von den ForscherInnen eine vom alltäglichen Selbstverständnis losgelöste Haltung, die mit der Offenheit, der Neugierde und der Bereitschaft zu Neuem, Unerwartetem eng verbunden ist. Der erste Teil widmet sich daher der...

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Die Lehrveranstaltung dient zwei Zielen: (1) Qualitativ-empirische Forschung erfordert von den ForscherInnen eine vom alltäglichen Selbstverständnis losgelöste Haltung, die mit der Offenheit, der Neugierde und der Bereitschaft zu Neuem, Unerwartetem eng verbunden ist. Der erste Teil widmet sich daher der Frage, welche Haltung förderlich oder hinderlich ist. Weder in individuellen, sozialen noch in gegenstandsbezogenen Zusammenhängen können Menschen auf letzte verbindliche Ordnungen und Sicherheiten zurückgreifen. Das gilt auch für Theorien, Methodologien und Methoden der qualitativ-empirische Sozialforschung: es gibt keinen Königsweg. Die scheinbare Schwäche entpuppt sich jedoch als Stärke, die durch eine Vielzahl von theoretischen, methodologischen und methodischen Verfahren gekennzeichnet ist, durch die erkenntnis- und/oder veränderungsorientierte Prozesse angeregt werden sollen. (2) Der zweite Teil der Veranstaltung, der Hauptteil, dient dazu, das Spektrum qualitativ-empirischer Instrumente, Methoden und Verfahren, deren methodologischen und theoretischen Hintergründe einführend und im Überblick näher zu bringen (a. Zugänge zu subjektiven bzw. personenorientierten Sinn- und Bedeutungsfeldern; b. soziale Handlungs- bzw. Interaktionsfelder; c. unbewusste bzw. latente Strukturfelder oder Mechanismen). Der Vermittlung der methodischen Zugangsformen zur Erhebung schließt sich diejenige der Auswertung an (Analyse, Interpretation). Die StudentInnen sollen befähigt werden, dieses Spektrum einzuschätzen und (durch erweitertes Selbststudium) in ihrem zukünftigen Berufsfeld anwenden zu können. Exemplarische Einzel- und Gruppenübungen werden unterstützend eingeflochten. Aktive Mitarbeit und durchgehende Anwesenheit werden vorausgesetzt. FB 04 Sozialwesen Uni Kassel WS 2007/2008 Dr. Hanschitz Rudolf