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Uni-Hannover
14. März 2017

Workshop zur Kritischen Diskursanalyse KDA mit Einblick in die Anwendung der KDA

Der Workshop gibt einen ersten Überblick über die Methode und theoretischen Kontexte der Kritischen Diskursanalyse. Die Kritische Diskursanalyse gilt als Konzept qualitativer Sozial- und Kulturforschung und lehnt sich an die Diskurstheorie Michel Foucaults an. Untersuchungsgegenstand der Kritischen Diskursanalyse sind historische...

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Der Workshop gibt einen ersten Überblick über die Methode und theoretischen Kontexte der Kritischen Diskursanalyse. Die Kritische Diskursanalyse gilt als Konzept qualitativer Sozial- und Kulturforschung und lehnt sich an die Diskurstheorie Michel Foucaults an. Untersuchungsgegenstand der Kritischen Diskursanalyse sind historische und gegenwärtige Diskurse (z.B. in Medien). Im Zentrum stehen die Fragen, was (jeweils gültiges) Wissen ist, wie jeweils gültiges Wissen zustande kommt, wie es weitergegeben wird, welche Funktion es für die Konstituierung von Subjekten und die Gestaltung von Gesellschaft hat und welche Auswirkungen dieses Wissen für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung hat. Diskursanalyse erfasst alle Aussagen, die in einer Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit geäußert werden (können), aber auch die Strategien, mit denen das Feld des Sagbaren ausgeweitet oder auch eingeengt wird. Im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung werden vor allem Diskurse zu Migration, Flucht und extremer Rechter kritisch analysiert. So untersuchten die MitarbeiterInnen des DISS beispielsweise den Fluchtdiskurs 2015, seine zentralen Aussagen und den Wandel dieser Aussagen, der oftmals als -Rechtsruck- beschrieben wurde. Wie sich das Feld des Sagbaren 2015 innerhalb des Fluchtdiskurses verschoben hat, wird in dem Workshop nach einem methodischen Teil als angewandte Diskursanalyse vorgestellt und besprochen. Inhalt des Workshops: • Vorstellungsrunde und Formulieren von Erwartungshaltungen • Vortrag zur Einführung in die KDA • Besprechung der Analysekategorien der KDA (z.B. Diskursverschränkung, Aussagen, Diskursfragmente etc.) • Besprechung der Anwendung der KDA anhand eines Fallbeispiels • Abschlussrunde und ggf. Klärung von offenen Fragen Informationen zu den Referentinnen: Regina Wamper: Regina Wamper promoviert zu Geschlechterkonstruktionen in extrem rechten Medien und deren Relevanz für völkisches Denken an der RWTH Aachen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung und arbeitet dort zu den Themen Migration/Flucht, Extreme Rechte und Diskurstheorie. Isolde Aigner: Isolde Aigner promoviert zu antifeministischen Geschlechterdiskursen an der Ruhr-Universität Bochum und ist Mitarbeiterin der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) Rel. Wiss. / WuN, Bachelor (fachübergr.) Für die Teilnahme am Workshop werden 2 LP vergeben. Eine vorherige Anmeldung bei Steffen Führding (fuehrding@rewi.uni-hannover.de) bis zum 15.10. ist notwendig. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt. Die Plätze werden ausgelost. Modulzuordnung: SK Universität Hannover WiSe 2016/17 Institut für Theologie und Religionswissenschaft Dr. phil. Führding Steffen phil