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14. März 2017Wortbedeutung und Bedeutungswandel Lexikalische Semantik des Spanischen
Die Semantik lässt sich zunächst allgemein als die Wissenschaft definieren, die sich mit den Bedeutungen von sprachlichen Ausdrücken beschäftigt. Das Seminar nimmt den Teilbereich der lexikalischen Semantik (oder Wortsemantik) in den Fokus. Es ist insbesondere dieser Bereich der Semantik, der...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Semantik lässt sich zunächst allgemein als die Wissenschaft definieren, die sich mit den Bedeutungen von sprachlichen Ausdrücken beschäftigt. Das Seminar nimmt den Teilbereich der lexikalischen Semantik (oder Wortsemantik) in den Fokus. Es ist insbesondere dieser Bereich der Semantik, der als Schnittstelle zwischen dem sprachlichen Zeichensystem und der außersprachlichen Wirklichkeit betrachtet werden kann. Das Seminar bietet einen Einblick in unterschiedliche Modelle, welche die Sprachwissenschaft entwickelt hat, um die vielfältigen Beziehungen zwischen Bezeichnung und Bedeutung zu beschreiben und zu systematisieren. Untersucht werden die wörtlichen, kontext-unabhängigen Bedeutungen von Wörtern sowie die Relationen zwischen Bedeutungen. Zentrale Fragen, denen wir insbesondere im ersten Seminarteil nachgehen werden, sind beispielsweise: Was sind Bedeutungen von Wörtern? Welche Informationen beinhalten Bedeutungen und wie sind diese Bedeutungen im Langzeitgedächtnis repräsentiert? Welche Rolle spielt zusätzliches Wissen (Weltwissen, Konnotationen, Assoziationen etc.)? Im zweiten Teil des Seminars werden wir untersuchen, wie sich Bedeutung im Laufe der Zeit wandeln kann. Eingebettet in generelle Überlegungen zum Sprachwandel gehen wir der Frage des Bedeutungswandels nach und untersuchen anhand des Spanischen Motive für semantische Innovation, aber auch alltagssprachliche Phänomene wie den Gebrauch von Metaphern und volksetymologischen Umdeutungen.
Hauptziel der Lehrveranstaltung:Techniken zur synchronen und diachronen Beschreibung der Bedeutung sprachlicher Einheiten des spanischen Wortschatzes kennenlernen und erproben. Auf dem Weg dorthin erlangen und verfestigen wir anhand von Texten Grundwissen zur Semantik.
Teilziele sowie Leistungsanforderungen werden zu Beginn des Seminars kommuniziert.
Studierenden, die sich einen ersten Einblick verschaffen wollen, seien folgende Titel empfohlen:
Blank, Andreas. 1997. Prinzipien des lexikalischen Bedeutungswandels am Beispiel der romanischen Sprachen. Tübingen: Niemeyer.
Blank, Andreas. 2001. Einführung in die lexikalische Semantik für Romanisten. Tübingen: Niemeyer.
Escandell Vidal, María Victoria. 22006. Fundamentos de semántica composicional. Barcelona: Ariel.
Gévaudan, Paul. 2007. Typologie des lexikalischen Wandels. Bedeutungswandel, Wortbildung und Entlehnung am Beispiel der romanischen Sprachen. Tübingen: Stauffenburg.
Metzeltin, Michael. 1990. Semántica, pragmática y sintaxis del español. Wilhelmsfeld: Egert.
Romanisches Seminar
Anforderungen für Leistungsnachweise werden in der ersten Seminarsitzung kommuniziert.
Universität Siegen
WiSe 2016/17
Dr.
Sälzer Sonja