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Uni-Hannover
14. März 2017

Zwischen Tradition und Modernität Das spanische Theater vom 18 bis zum 20 Jahrhundert

Im Seminar werden Auszüge populärer Dramen und Theaterstücke von Ramón de la Cruz, Leandro Fernández de Moratín, José Zorrilla y Moral, Federico García Lorca, Miguel Delibes und José Sanchís Sinisterra behandelt. In diesem Zusammenhang soll diskutiert werden, inwiefern die kulturellen,...

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Im Seminar werden Auszüge populärer Dramen und Theaterstücke von Ramón de la Cruz, Leandro Fernández de Moratín, José Zorrilla y Moral, Federico García Lorca, Miguel Delibes und José Sanchís Sinisterra behandelt. In diesem Zusammenhang soll diskutiert werden, inwiefern die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Paradigmen ihrer Epoche Eingang finden in die Ausprägung zeittypischer Dramenformen und ihrer Themen. Anhand der ausgewählten Dramen von Ramón de la Cruz, Leandro Fernández de Moratín, José Zorrilla y Moral kann der Übergang von der Poetik des Klassizismus in der Epoche der Aufklärung zu der Poetik der Romantik im 19. Jahrhundert nachvollzogen werden. Spätestens in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zog das neoklassizistische Drama seine formalen Innovationen aus der Kritik an der Dramaturgie des Barock. Mit dem Übergang zur Romantik griff man erneut auf die künstlerische Freiheit des Theaters des Siglo de Oro zurück, - jedoch in einem (vorübergehend) liberalisierten ideologischen Rahmen. García Lorcas Drama La casa de Bernarda Alba (1936) steht für eine Synthese aus poetischen, symbolistischen und realistischen Darstellungsverfahren und weist eine gesellschaftskritische Sinnintention auf. Mit Cinco horas con Mario (1966) von Miguel Delibes wird ein Beispiel der -nueva novela española- behandelt. Die Dramenfassungen dieses nicht nur erzähltechnisch spannenden Romans boten die Grundlage für eines der erfolgreichsten Theaterstücke der 1980er Jahre. Sanchís Sinisterras ¡Ay Carmela! (1989) wird vor dem Hintergrund der Reformen im spanischen Theaterbetrieb während der Transición und im Hinblick auf die Verarbeitung des Bürgerkriegsgeschehens untersucht. Die Primär- und Sekundärtexte werden digital zur Verfügung gestellt. Literatur: Ramón de la Cruz, Manolo (1769). Leandro Fernández de Moratín, El sí de las niñas (1806). José Zorrilla y Moral, Don Juan Tenorio (1844). Federico García Lorca, La casa de Bernarda Alba (1936). Miguel Delibes, Cinco horas con Mario (1966). José Sanchís Sinisterra, ¡Ay Carmela! (1989). Spanisch, Bachelor (fachübergr.) Für den Besuch des Seminars ist der Abschluss des Moduls L1 erforderlich. Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt, bitte melden Sie sich rechtzeitig bei Stud.IP an. Universität Hannover SoSe 2015 M.A. Danciu Ida M.A