Zurück zum Blog
Lernen & Gedächtnis
23. Februar 2007 Aktualisiert am 25. Juni 2026

Fehlende Motivation, wie motiviere ich mich zum Lernen ?

Motivation, fehlende Motivation, wie motiviere ich mich zum Lernen?

Verwandle das Gelesene in konkretes Handeln

Wissen allein verändert nichts — erst der Plan macht den Unterschied. Erstelle in Sekunden einen persönlichen Aktionsplan und setze das Gelesene sofort um.

Meinen Aktionsplan erstellen

Motivation, fehlende Motivation, wie motiviere ich mich zum Lernen?

- Fehlende Motivation - Hallo liebes alles-gelingt-Team, ich trete in 6 Monaten meine Examens-Prüfung an. Zur Zeit bin ich im Praktikum und kann da etwas meinem Ruhe-Bedürfnis nachkommen, aber wenn ich abends nach hause komme, bin ich einfach leer. Ich setzte mich dann trotzdem hin und lerne, aber effektiv würde ich das nicht grade beurteilen. Daher bitte ich freundlich um euren Rat! Mit freundlichen Grüßen.

Was ist überhaupt Motivation?

Die Psychologen verstehen darunter die Energie und Erregung eines Menschen, die Lenkung dieser Energie auf ein gewähltes, bestimmtes Ziel, die Aufmerksamkeit für bestimmte Reize, Lenkung dieser Reize und das Aufrechterhalten der Aktivitäten bis das Ziel erreicht wird...

Das mit der Motivation das ist eine ziemlich schwierige Sache. Wer kennt das nicht, fast jeder nimmt sich etwas Neues vor oder plant etwas zu erreichen. Meistens geschieht dies zum Jahresanfang. Dieses Neujahrvorhaben ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die große Mehrheit der Menschen unter der mangelnden Motivation leidet denn fast jeder versucht zum ersten Januar, sein Leben neu zu gestalten.


Die fehlende Motivation im Studium lässt sich auch dadurch erklären, dass man keine unmittelbaren negativen Folgen seines Tuns (oder Nicht-Tuns) vor Augen hat. Wenn man für eine Prüfung nicht lernt bemerkt man erst die Folgen wenn man einen Blick auf die Ergebnisliste wirft. Dann ist es allerdings schon viel zu spät.


Motivation kann man mit selbst erfundenen Reizen etwas erregen oder auch sich das Leben anderer erfolgreicher Menschen anschauen. In solchen Fällen kann man die positiven Folgen sozusagen LIVE erleben, denn wenn die beobachtete Person dies oder jenes geschafft hat, dann bin ich selbst in der Lage, mein Ziel auch zu erreichen. Hilfreich ist es, sich Vorbilder zu suchen – Menschen, die ein Ziel erreicht haben, das man selbst anstrebt. Wer sieht, dass andere es geschafft haben, glaubt eher daran, es ebenfalls zu schaffen. Eine bewährte Technik solcher zielstrebigen Menschen ist das Arbeiten in festen Zeitblöcken: den Tag in überschaubare Abschnitte (zum Beispiel 15 Minuten) einteilen und in jedem fokussiert an einer Sache arbeiten. Das gelingt am besten, wenn man ein klares Ziel vor Augen hat und entschlossen ist, alles dafür zu tun, es zu erreichen.


6 Monate sind eine lange Zeit – über 178 Tage. Ich glaube dass es einfacher wird wenn Sie Ihren Prüfungsstoff für das Lernen vorbereiten. Um das Ziel am Ende zu erreichen, ist es von Vorteil, wenn Sie genau wissen, welcher Weg zu bewältigen ist. Der Lernstoff wirkt in seiner Fülle bestimmt „erdrückend" aber wenn Sie alles durch ca. 170 teilen, wird es Ihnen leichter fallen, täglich die kleinen Schritte zu bewältigen. Leider läst sich die Motivation nicht über Nacht erlernen aber wenn man bedenkt, dass man jedes Jahr das Leben „neu anfangen kann", bedeutet das auch, dass man es monatlich oder wöchentlich und sogar täglich das gleiche machen kann. Dies hat zur Folge, dass Sie über 170 Mal sich entscheiden können für die schwierige Prüfung oder Examina ernsthaft zu lernen.


Wenn man schon einigermaßen motiviert ist und die Vorteile, die das Bestehen der Endprüfung bringt, vor Augen hat, wird Ihnen das Lernen automatisch leichter gelingen. Denn optimal lernt man in einem so genannten „Flow" – einem Zustand des Gleichgewichts zwischen Überforderung und Angst einerseits und Unterforderung und Langeweile andererseits.

Ich glaube dass es Ihnen helfen würde täglich das Lernverhalten zu verfolgen und festzuhalten. Schaffen Sie sich ein „Lerntagebuch" und versuchen Sie, darin festzuhalten, was Sie täglich schaffen und abhaken können. Mit der Zeit steigert die Menge des durchgearbeiteten Stoffes das Selbstbewusstsein und treibt automatisch auch die Motivation nach oben.


Das effektive Lernen an sich ist ein ziemlich umfangreiches Thema, aber wenn sie die „Drei goldene Regeln des Lernens" verfolgen :
- Bildhafte Vorstellungen
- Das Neue mit dem vorhandenem Wissen verknüpfen, verbinden,
- Regelmäßiges Wiederholen
, dann sind sie sicherlich auf dem guten Weg.


Zum Schluss möchte ich Ihnen auch eine interessante Motivations-Tipps-Sammlung empfehlen, die Ihnen vielleicht hilft, das Motivationsproblem aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und für sich selbst einen Schlüssel zur Motivation zu finden. Die Macht der Motivation. So motivieren Sie sich selbst und andere von Nikolaus B. Enkelmann


Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
• Verlag: Moderne Verlagsges. Mvg; Auflage: 4., Aufl. (Januar 2006)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3636071602
• ISBN-13: 978-3636071606
Der Autor: Nikolaus B. Enkelmann ist einer der bekanntesten Top-Trainer für Motivation, Erfolg und Rhetorik. In seinem Institut in Königstein/Taunus veranstaltet er seit 40 Jahren Erfolgs- und Persönlichkeitsseminare. Im mvgVerlag sind bereits zahlreiche erfolgreiche Bücher von ihm erschienen.


Deutschlands wohl bekanntester Motivationstrainer, Nikolaus B. Enkelmann, fasst in diesem Buch die Summe seiner Erfahrung zum Thema "Motivation" zusammen. Er zeigt, wie Sie ein großer Motivator werden, wie Sie Ihre charismatische Begabung entfalten können, und wie Sie sich und Ihre Mitmenschen täglich motivieren können. Sein Persönlichkeitstraining ist ein effektives Lernprogramm, das dabei hilft, Ziele zu verwirklichen und sich selbst und andere zu motivieren. Ausgewählte Erfolgsbeispiele veranschaulichen Nikolaus B. Enkelmanns Leitsatz: "Erfolg ist das Prinzip des Lebens".


Viel Erfolg.

Titel: Die Macht der Motivation. So motivieren Sie sich selbst und andere
Autor: Nikolaus B. Enkelmann
ISBN: 3636071602


Motivation entsteht beim Tun – nicht davor

Der vielleicht wichtigste Gedanke des Beitrags ist die Aufteilung: 178 Tage wirken erdrückend, aber „heute eine kleine Einheit" ist immer machbar. Genau so funktioniert Motivation in der Praxis – sie kommt meist nicht vor dem Anfangen, sondern entsteht durch die ersten kleinen Erfolge. Man muss also nicht warten, bis man Lust hat; man fängt klein an, und die Lust folgt.

Drei Dinge aus dem Text tragen besonders:

  • Großes Ziel zerlegen: den Stoff durch die verfügbaren Tage teilen – so wird aus „unmöglich" eine Reihe machbarer Tagesschritte.
  • Fortschritt sichtbar machen: ein Lerntagebuch, in dem du abhakst, was geschafft ist – jedes Häkchen ist ein kleiner Motivationsschub.
  • Den Flow suchen: Aufgaben so wählen, dass sie weder über- noch unterfordern – dort macht Lernen am meisten Spaß.

Du brauchst keine eiserne Willenskraft, nur einen machbaren ersten Schritt jeden Tag. Mit der richtigen Aufteilung und etwas Beständigkeit trägt dich die Motivation Stück für Stück ans Ziel.