Warum nicht die Intelligenz sondern Beharrlichkeit und Ausdauer über Erfolg entscheiden?

Veröffentlicht am: in der Kategorie: Getting Things Done!

Tacitus der im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte soll gesagt haben: Nicht die Intelligenten ernten den Erfolg, sondern die Beharrlichen. Ich hoffe dieser Post hilft euch beharrlicher eure Ziele zu verfolgen und dabei erfolgreich zu werden. Denn Erfolg wird wahrscheinlicher, wenn man über Ausdauer und Beharrlichkeit verfügt.

In diesem Blog-Post werde ich beweisen, dass nicht die Intelligenz sondern die Beharrlichkeit und Ausdauer für den Erfolg im Studium und beim Lernen entscheidend sind. Manchmal liest man sogar in sich gut verkaufenden Büchern, dass die Intelligenz für den Erfolg beim Lernen entscheidend ist. Persönlich finde ich das für einen großen Humbug alleine deswegen, dass man die Intelligenz kaum definieren kann. Anders aber Beharrlichkeit und Ausdauer.

Ausdauer-Beharrlichkeit-bestimmt-Erfolg.jpgUnter Beharrlichkeit verstehe ich mit Hilfe von Duden: eine Konstante. Damit der Begriff nicht nur einseitig dargestellt wird habe ich das Wort Beharrlichkeit zusammen mit dem Wort Ausdauer verwendet. Die beiden sehr eng verwandten Substantive ergänzen sich hervorragend zusammen. Beharrlich ist zwar konstant aber auf eine bestimmte Art - für mich persönlich bedeutet das, dass man das Ziel niemals aus dem Blickfeld verlieren darf. Man kann kreativ und abwechselnd einem Ziel nachgehen, es muss keinesfalls monoton konstant sein. Wichtig ist, dass man ständig dem Pfad folgt.

Ausdauer (Duden) kommt von ausdauern - also über eine bestimmte Zeit hinweg aushalten, ertragen. Dieses feminine Substantiv schildert einen Zustand in dem eine Person ausgesetzt wird und dass sie damit umgeht, eine bestimmte Zeit.

Schaut man aus neurologischer oder neuro-biologischer Sicht auf die beiden Begriffe und auf das Gehirn so merkt man, dass ein Mensch der über Ausdauer und Beharrlichkeit verfügt, auf Erfolg bestimmt ist und nicht scheitern kann. Wieso? Das kann ich wie folgt begründen:
Das Gehirn lernt unteranderem durch Wiederholung. Die Wiederholung einer Tätigkeit, einer Aufgabe, eines Sachverhaltes oder einer Situation signalisiert dem Gehirn dass dieses etwas was wiederholt wird wichtig ist. Ohne Wiederholung werden nur beschränkt Inhalte gelernt. Denn das Gehirn muss aussortieren: was beibehalten und eingeprägt werden soll und was weniger relevant ist und dadurch vergessen werden kann. Wird also etwas wiederholt, erratet das Gehirn dieses als notwendig zum Überleben. Daher werden wiederholte Inhalte im Langzeitgedächtnis eingeprägt. Wir lernen neues und können später auf dieses Wissen oder die Erfahrungen zurückgreifen.

Die Ausdauer und die Beharrlichkeit sind ja die Grundlagen für die Wiederholung bestimmter Dinge. Wer also nicht bemüht ist seine Ausdauer und seine Beharrlichkeit zu trainieren, egal im welchen Zusammenhang, wird zwangsläufig weniger Erfolgreich als jemand, der die Ausdauer und Beharrlichkeit trainiert.

Intelligenz hat damit nichts zu tun. Was ist denn schon Intelligenz. Dieses feminine Substantiv ist selbst abstrakt und wird auch über weitere abstrakte Begriffe definiert: Fähigkeit abstrakt und vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten - alleine dieser Satz wirft mehr Fragen auf, als es Antworten liefert. Was ist denn „vernünftig" und was ist „zweckvolles Handeln"? Schon wieder zwei abstrakte Wörter, die konkret nur schwer oder nur eingeschränkt erklärt werden können.

Wer hat die Intelligenz erfunden?
Meiner Meinung nach hat man die Intelligenz nur deshalb ins Leben gerufen um die Menschen auf zwei Gruppen zu unterteilen: die „guten" intelligenten und die schlechten „nicht-intelligenten". Diese Teilung wurde höchstwahrscheinlich auch von der zweiten Gruppe (den Nicht-Intelligenten) unternommen, die sich gegenüber den Intelligenten nicht durchsetzen könnten. Das Kuriose dabei ist: die zweite Gruppe hat sich als die erste ausgegeben und die erste wurde als die zweite eingestuft. Interessant oder? Da findet man sicherlich einige Verknüpfungen zur kognitiven Dissonanz. Kurz gesagt: die Dummen haben sich als die Intelligenten bezeichnet und gesagt, dass die Intelligenten die wahren Dummen sind. (Kopfschütteln).

Beispiele von Ausdauer und Beharrlichkeit und damit korrelierendem Erfolg:
Wenn man nach Beispielen für die positive Korrelation zwischen der Ausdauer, der Beharrlichkeit und dem Erfolg sucht, wird man fündig und zwar in allen Lebensbereichen.
- Im Sport ist ohne regelmäßiges Wiederholen (also trainieren) kein Erfolg möglich.
- In der Musik wird keiner ein Instrument beherrschen ohne ausdauernd und beharrlich geübt zu haben.
- In der Wissenschaft wird kein Professor zum Professor wenn er nicht über Ausdauer und Beharrlichkeit verfügt.
- Im Handwerk werden die Tätigkeiten immer wieder neu ausgeführt.
- Nur um Studium fehlt es vielen an Beharrlichkeit und Ausdauer. Und weil diese Aussage bei sehr vielen Studenten zutrifft, schließen weniger als die Hälfte ihr Studium überhaupt ab, und nur ca 12 % schaffen es in der Regelstudienzeit.

Was hilft um mehr Ausdauer und Beharrlichkeit zu haben?
Ein großes Ziel in viele keinere Abschnitte und in Minimalziele zu unterteilen. Viele Menschen geben frühzeitig auf, weil sie nicht gewöhnt sich zu lange Zeit an nur einer Aufgabe dranzubleiben ohne unterwegs ein Erfolgsgefühl erlebt zu haben. Das aufteilen der Ziele in kleinere Abschnitte hilft unterwegs ein paar Erfolgs-Stationen zu generieren. Das Ziel bleibt immer noch der selbe. Nur hat man mehr Erfolge unterwegs erlebt deshalb macht man weiter.

In meinem LieblingsBlog über Karriere (beim Jochen Mai unter Karrierebibel.de) liest man, dass es sehr hilfreich ist ein großes Ziel in viele keine operationale Ziele zu unterteilen. Das sieht man auch in der Schule. Kein Schüler fängt in der ersten Klasse an, um als Ziel Abitur zu erreichen. Das weit entfernte Ziel „Das Abitur zu bestehen" wird unterteilt in zwei große Abschnitte: Grundschule und Gymnasium. Diese beiden Ziele werden wiederum in kleinere operationale Ziele unterteilt: Klassen in der Grundschule und Klassen auf dem Gymnasium. Dann wiederum werden die Klassen unterteilt in erstes und zweites Semester. Die Semester werden weiter systematisiert und in einzelne Fächer aufgeteilt. Die Fächer die man im Semester absolviert werden in Themenbereiche und Kapiteln unterteilt. Es wird also immer weiter aufgeteilt bis aus einer großen Aufgabe, einem großen Ziel, kleinere „konsumierbare" und „verdauliche" Stückchen entstehen.

Unterwegs stellt sich dann heraus, dass manche Stückchen besser als die Anderen „schmecken". Durch die Aufteilung bilden die Schüler und später Studenten die eigenen Interessen und Neigungen aus. Diesen Neigungen werden sie später im Leben folgen und aus einigen wird sicherlich Leidenschaft oder/und Berufung.

Das Wichtigste ist also: Bei der Sache zu bleiben und Beharrlichkeit sowie Ausdauer zu üben. Der Erfolg kommt dann garantiert.
Wer keine Ausdauer und keine Beharrlichkeit im Laufe des Lebens ausbildet, kann auch zum Erfolg kommen - aber eher zufällig. (meiner Meinung nach).

Wen trifft der Mangel an Ausdauer und Beharrlichkeit?
Jeden Menschen! Das oben beschriebene Beispiel trifft nicht nur Schüler oder Studenten. Auch den Managern, Abteilungsleitern, Geschäftsführern und Mitarbeitern geht es so. Nur wenige beherrschen Ausdauer und Beharrlichkeit bis sie ihre Ziele erreichen. Unter Karrierebibel findet man ein gutes Beispiel mit dem Tennis. Buchautor Klaus Schuster beschreibt anschaulich was für eine Rolle spielt die Ausdauer und die Beharrlichkeit wenn man erfolgreich sein möchte.