Wie funktioniert das Gedächtnis?
Unser Gedächtnis ermöglicht und alle Aufgaben des Alltags zu bewältigen. Damit mann besser und effektiver arbeiten oder lernen können ist es sinnvoll zu wissen wie das Gedächtnis genau funktioniert.
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Unser Gedächtnis ermöglicht uns alle Aufgaben des Alltags zu bewältigen. Damit mann besser und effektiver arbeiten oder lernen können ist es sinnvoll zu wissen wie das Gedächtnis genau funktioniert.
Das menschliche Gedächtnis funktioniert genau umgekehrt wie ein Computerspeicher. Im Gehirn wird oft eine Information in mehreren Gehirnzellen gelagert. Sie kann auch in unterschiedlichen Gehirnbereichen verstreut werden.
Beispiel: in einem Bereich im Gehirn wird das letzte Telefonat gespeichert, und in einem völlig anderen Bereich werden die Emotionen und Stimmungen gespeichert die man währen desselben Gesprächs empfunden hat. Es gibt sozusagen keine Regel, dass eine Neue Information in diesem oder anderem Bereich gelagert wird. Beim nächsten Telefonat empfindet man etwas anderes war wiederum wo anders gelagert wird.
Das erstaunliche ist, dass unser Gehirn aus Millionen von im Prinzip einfachen Zellen - Neuronen besteht. Ein Neuron selbst hat keine große Kapazität jedoch die Masse von Millionen dieser Speicher macht es möglich, dass wir sehr große Mengen von Informationen wahrnehmen und verarbeiten können. Sehr viele Informationen werden dabei gemerkt.
Der Unterschied zum Computerspeicher liegt daran, dass beim Gehirn mehrere Wege zu einer Informationen führen und auch eine Information in mehreren Orten abgespeichert werden kann.
Ein Computer dagegen speichert eine Information an einer Stelle und generiert zu der Information nur einen Pfad.
Was das fürs Lernen heißt
Der Vergleich trifft einen wichtigen Punkt: Anders als eine Festplatte speichert das Gehirn eine Information nicht an einem Ort, sondern verteilt und über viele Verknüpfungen vernetzt. Genau daraus folgt die wirksamste Lernstrategie:
- Neues mit Bekanntem verknüpfen (Elaboration): Je mehr Anknüpfungspunkte eine Information bekommt, desto mehr Wege führen später zu ihr zurück.
- Aktiv abrufen statt nur wiederlesen: Jedes Erinnern bahnt diese Wege neu – deshalb festigt Sich-selbst-Abfragen das Wissen stärker als erneutes Lesen.
Das Gedächtnis ist also kein passiver Speicher, sondern ein Netz, das man durch Benutzen immer dichter knüpft.