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Gehirn & Psychologie
8. April 2008 Aktualisiert am 25. Juni 2026

Wie werden die Informationen gemerkt?

Grundlegendes über das Merken und Lernen von neuen Informationen.

Verwandle das Gelesene in konkretes Handeln

Wissen allein verändert nichts — erst der Plan macht den Unterschied. Erstelle in Sekunden einen persönlichen Aktionsplan und setze das Gelesene sofort um.

Meinen Aktionsplan erstellen

Grundlegendes über das Merken und Lernen von neuen Informationen.

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Das Gehirn merkt sich Informationen durch Assoziationen also Verbindungen, Verknüpfungen und Abgleich der Informationen. Das Unterbewusstsein arbeitet unglaublich schnell. Deshalb merken wir uns besser Sachen die wir empfinden und Bilder die wir sehen. Sie beanspruchen mehrere Sinne. Etwas schlechter wird ein reiner Text aus einem Lehrbuch gemerkt vor allem dann, wenn sie mit keinen Bildern ergänzt werden. Bloße Zahlen sind auch schwer zu merken, da sie sich von einander nicht diametral unterscheiden Telefonnummer und Seriennummer)

Aus diesem Grund basieren alle Mnemotechniken auf Vorstellungskraft, Bildern, Assoziationen und Verknüpfungen. Durch Mnemotechnik werden schwer einprägbare Sachen in der Weise Assoziiert, dass sie leichter gemerkt werden können- in Form von bunten Bildern, Tönen, Gerüchen oder Gefühlen.


Das Gehirn speichert also nur die Assoziierten Informationen. Auch wenn man bedeutungslose Wörter wiederholt werden sie auch gemerkt weil sie nach einer weile als Muster erkannt werden oder anderweitig Assoziiert werden können. Auf diese Weise lernt man Fremdsprachen – man wiederholt bedeutungslose Wörter bis sie als neuer Wortschatz gespeichert werden. Natürlich kann man das beschleunigen in dem man die neuen Wörter mit alten bekannten assoziiert also verknüpft.


Assoziation ist gut – Abrufen macht sie dauerhaft

Der Beitrag bringt das Prinzip aller Merktechniken auf den Punkt: Wir behalten am besten, was wir mit Bildern, Gefühlen und Bekanntem verknüpfen (man spricht von dualer Kodierung und Elaboration). Reines Wiederholen bedeutungsloser Wörter wirkt zwar auch, ist aber – wie der Text richtig sagt – viel mühsamer als das Verknüpfen mit vorhandenem Wissen.

Zwei Verstärker aus der Lernforschung runden das ab: sich den Stoff selbst abfragen (statt ihn nur erneut anzusehen) und die Wiederholungen über mehrere Tage verteilen. So wandert das Verknüpfte zuverlässig ins Langzeitgedächtnis.