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Uni-Hannover
14. März 2017

Ägypten zwischen den Israeliten und Alexander dem Großen Archäologie des Sinai und libyscher Oasen

Auf der Sinaihalbinsel bauten die Ägypter bereits seit den Zeiten Cheops’ Kupfer ab und unterhielten entsprechende Bergwerke, die – wie auch die in Bergeseinsamkeit liegenden Reste eines Hathortempels (für Hathor als ‚Herrin des Türkis‘) – archäologisch betrachtet etwas ganz Besonderes...

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Auf der Sinaihalbinsel bauten die Ägypter bereits seit den Zeiten Cheops’ Kupfer ab und unterhielten entsprechende Bergwerke, die – wie auch die in Bergeseinsamkeit liegenden Reste eines Hathortempels (für Hathor als ‚Herrin des Türkis‘) – archäologisch betrachtet etwas ganz Besonderes darstellen. Darüber hinaus haben sich vor der grandiosen Gebirgskulisse des Sinaimassivs zentrale Kapitel des Alten Testaments abgespielt: Der Durchzug der Israeliten, das Goldene Kalb, vor allem der Besuch Moses’ auf dem Berg und die Übergabe der Zehn Gebote. Hierauf beruht letztendlich auch die Existenz des Katharinenklosters, dessen wechselvolle Geschichte zentraler Bestandteil dieses Seminars sein wird. Westlich des Niltals zieht sich eine Kette von Oasen (Bahrija, Farafra, Dachla und Charga), aber nur eine, das weiter westlich gelegene Siwa, gelangte wegen des sog. Alexanderorakels zu einiger Bekanntheit. Diese 'Inseln im Sandmeer' gehörten schon seit der Pyramidenzeit gleichsam als Vorposten zu Ägypten und erlebten in der Perserzeit, besonders aber unter den Ptolemäern und den Römern (ab 330 v.Chr.) einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, basierend auf der Produktion von landwirtschaftlichen Gütern und ihrem lukrativen Verkauf ins Niltal. Der Wohlstand ist abzulesen an ausgedehnten Gouverneursresidenzen, umfänglichen Grabanlagen (‚Tal der Goldenen Mumien‘), hervorragend erhaltenen Siedlungen und deren Tempel. Von der Historie spannt die Veranstaltung den Bogen bis zur neueren Forschung, bei der man sogar das System der Verbindungswege durch die Sahara ins Niltal sowie höchst aufschlußreiche Expeditionsinschriften an Lagerplätzen ausfindig gemacht hat. Gasthörendenstudium Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldungen sind ab Dienstag, den 29.09.2015, 09:00 Uhr möglich. Email: ghs-info@zew.uni-hannover.de oder Tel. (0511) 762-5687 Universität Hannover WiSe 2015/16 Dozent