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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Aufbauseminar EU Grenzregime Schengen Dublin und Genf

Europa sieht sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Mehr Schutzsuchende erreichen die Länder der Europäischen Union als jemals zuvor. Als Konsequenz dieser Entwicklung lassen sich die unterschiedlichsten Reaktionen beobachten, die von breitem zivilgesellschaftlichem Engagement bis hin zu nationalstaatlichen Abschottungsbemühungen reichen. Die...

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Europa sieht sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Mehr Schutzsuchende erreichen die Länder der Europäischen Union als jemals zuvor. Als Konsequenz dieser Entwicklung lassen sich die unterschiedlichsten Reaktionen beobachten, die von breitem zivilgesellschaftlichem Engagement bis hin zu nationalstaatlichen Abschottungsbemühungen reichen. Die aktuelle Lage entwickelt sich immer mehr zur Zerreißprobe für die europäische Einheit. In diesem Klima entfalten geschlossene Grenzen und die Wiedereinführung von Personenkontrollen besonders weitreichende Wirkungen, wo doch die Freizügigkeit ein zentrales Symbol für die Einheit Europas darstellt. Gleichzeitig offenbaren sich die Aussichtslosigkeit nationaler Alleingänge und die Dringlichkeit mit der europäische Lösungen gebraucht werden, um neue Perspektiven für die Union und für die Flüchtenden zu schaffen. Um die aktuellen Konfliktlinien richtig einordnen und hinterfragen zu können, sollen im ersten Teil der Veranstaltung die Grundlagen des Schengen- und Dublin-Regimes besprochen werden. Außerdem werden die Genfer Flüchtlingskonvention sowie das europäische Binnenmarktprojekt thematisiert. Ziel ist das Verständnis der aktuellen Situation sowie der zugrundeliegenden Entwicklungsprozesse. Die Kopplung an die politische Praxis erhält das Seminar durch den Besuch des FINE-Symposiums. Die Forschungsinitiative NRW in Europa (FINE) arbeitet in enger Kooperation mit der Staatskanzlei an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik. Zum Symposium: Das FINE-Symposium 2016 beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit sich die Abkehr von Schengen auf die Grenzregionen in Deutschland und seine Nachbarländer auswirken könnte. Der zweite thematische Bereich wirft Fragen zur aktuellen und zukünftigen europäischen Migrations- und Asylpolitik auf. Welche Instrumente können die Situation entspannen und tatsächlich dauerhafte und stabile Lösungen hervorbringen? Anschließend widmet sich der dritte Themenblock den neuen Konfliktlinien im Rat. Als zentraler Akteur in der aktuellen Krise wollen wir einen Blick auf die Verhandlungen der Regierungschefs werfen und ihre Auswirkungen beleuchten. Das Ende der Veranstaltung bildet eine Diskussionsrunde, in der die Themen des Tages mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert werden. Sozialwiss. - Medien.Pol. (BA, PO 2013) Kein AP möglich! BN: Mitarbeit in einer Referatsgruppe (Referate werden am 27.05. gehalten), Protokoll eines Themenblocks des Symposiums am 30.05. Universität Düsseldorf SoSe 2016 Berbuir Nicole