Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Europas Regionen zwischen Krise und Erholung 8211 Warum sind einige Regionen widerstandsfähiger als andere
Europa, ein homogener Wirtschaftsraum? Dies gilt weder für die Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten noch für die Branchenstrukturen oder Wachstumsdynamiken der Regionen. Insbesondere seit der großen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die ökonomische Kluft in Europa zunehmend vertieft und die Fähigkeit, die...
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Jetzt Lernplan erstellenEuropa, ein homogener Wirtschaftsraum? Dies gilt weder für die Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten noch für die Branchenstrukturen oder Wachstumsdynamiken der Regionen. Insbesondere seit der großen Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die ökonomische Kluft in Europa zunehmend vertieft und die Fähigkeit, die Folgen dieses Schocks abzufedern und auf stabile Wachstumspfade zurückzukehren, ist für viele Regionen und Volkswirtschaften mittlerweile zu einer Überlebensfrage geworden. So ist Griechenland in diesem Zusammenhang zwar das prominenteste, bei weitem aber nicht das einzige Beispiel.
Umso erstaunlicher nimmt es sich aus, dass der bisherige Krisenverlauf in erster Linie als makroökonomisches Phänomen wahrgenommen wird und die regionale Ebene weder in der öffentlichen Debatte noch im wissenschaftlichen Diskurs bereits die erforderliche Beachtung findet. Dabei ist ein umfassendes Verständnis des Wirtschaftsstandorts Europa wegen der räumlich heterogenen Struktur fast aller Volkswirtschaften, darunter natürlich auch Deutschland, ohne Einbeziehung der regionalen Analyseebene schlicht nicht möglich. An diesem Defizit setzt das Seminar an.
Aufbau und Ziele der Lehrveranstaltung:
Das Seminar vermittelt zunächst die theoretischen Grundlagen zum Verständnis für die Entstehung und Ausbreitung ökonomischer Krisen. In einem nächsten Schritt werden Wirtschaftskrisen der jüngeren Vergangenheit empirisch analysiert und mithilfe der theoretischen Konzepte erklärt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Identifizierung jener ökonomischen und institutionellen Einflussfaktoren, die die Widerstandsfähigkeit von Regionalwirtschaften gegenüber exogenen Schocks erhöhen bzw. ihre Rückkehr auf stabile Wachstumspfade begünstigen. Schließlich werden die Studierenden dazu befähigt, unter Nutzung ihrer theoretischen und empirischen Kenntnisse politische Handlungsstrategien sowohl zur kurzfristigen Bekämpfung akuter Krisenherde als auch für die langfristige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit regionaler Wirtschaftssysteme zu entwickeln.
Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben
Fachgebiet Volkswirtschaftslehre, insbesondere Raumwirtschaftspolitik
Leistungsnachweis M.Sc. Raumplanung (2012): Voraussetzung für den Abschluss ist der Nachweis der erfolgreichen aktiven Mitarbeit nach § 19 MPO. Darüber hinaus werden folgende Anforderungen gestellt: Kurzreferat und Studienarbeit. Darüber hinaus können die teilnehmenden Studierenden eine Prüfung (Teilleistung) in Form einer Studienarbeit ablegen.
Technische Universität Dortmund
SoSe 2014
Master Raumplanung (2008)
Dr.
Hundt Christian Dipl Geogr Dipl Kfm