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Uni-Siegen
14. März 2017

Beteiligung bei der Hilfeplanung trotz eingeschränkter Freiwilligkeit

Das SGB VIII fordert von den sozialpädagogischen Fachkräften Verfahrensweisen, die eine Mitwirkung der Adressaten bei der Hilfeplanung ermöglichen, -weil die Wirksamkeit einer Hilfe u.a. von der grundlegenden Bereitschaft der Adressaten abhängt, sich auf eine Hilfe einzulassen, und weil dies nur...

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Das SGB VIII fordert von den sozialpädagogischen Fachkräften Verfahrensweisen, die eine Mitwirkung der Adressaten bei der Hilfeplanung ermöglichen, -weil die Wirksamkeit einer Hilfe u.a. von der grundlegenden Bereitschaft der Adressaten abhängt, sich auf eine Hilfe einzulassen, und weil dies nur dann erreicht werden kann, wenn die Adressaten ihre Überlegungen und Empfindungen in die Hilfeplanung einbringen können- (Hansbauer u.a.,81). In diesem Seminar sollen zunächst grundsätzliche Überlegungen zur Gestaltung der Hilfeplanung bei eingeschränkter Freiwilligkeit der Beteiligten angestellt werden. In einer nächsten Sequenz werden die Grundlagen einer aktivierenden und partizipationsorientierten Hilfeplanung vorgestellt und insbesondere der Umgang mit unterschiedlichen Deutungsmustern der Adressaten und der Professionellen diskutiert. Im nun folgenden methodisch ausgerichteten Block werden sich die Studierenden mit Hilfe ausgewählter Materialien Methoden der motivierenden Gesprächsführung sowie Möglichkeiten der Kontaktaufnahme in Situationen, die deutlich von Unfreiwilligkeit geprägt sind, erarbeiten und ausprobieren. Das Konzept der sozialpädagogischen Familiendiagnose als Grundlage für eine partizipationsorientierte Hilfeplanung wird vorgestellt und um das Verfahren ‚Familiengruppenkonferenz’ als andere Form der Hilfeplanung ergänzt. Abschließend erarbeiten die Studierenden in Kleingruppen weitere Elemente einer partizipationsorientierten Hilfeplanung. Im letzten Teil des Seminar sollen die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse durch ein Interview mit Adressaten und in der Diskussion mit Praktiker/innen in den Kontext der beruflichen Praxis gestellt und überprüft werden. Eine intensive Seminarauswertung rundet das Programm ab. Hansbauer, Peter/Hensen, Gregor/Müller, Katja/Spiegel, Hiltrud von: Familiengruppenkonferenz. Eine Einführung. Weinheim und München 2009 Helbig, Rosalia(Ruppel, Anna Lena: Family Group Conference. Ein Verfahren zur Stärkung von Eigenverantwortung und Partizipation in der Sozialen Arbeit. Berlin 2008 Kindler, Heinz/Lillig, Susanne u.a. (Hg.): Handbuch Kinderwohlgefährdung nach § 1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst. DJI. München 2006 Miller, William R., Rollnick, Stephen: Motivierende Gesprächsführung. Freiburg 2004 Müller, Burkhard: Sozialpädagogisches Können. Ein Lehrbuch zur multiperspektivischen Fallarbeit. Freiburg 2009 Schwabe, Mathias;: Methoden der Hilfeplanung. Zielentwicklung, Moderation und Aushandlung. Frankfurt/M. 2005 Spiegel, Hiltrud von: Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit . München 2008 Uhlendorff, Uwe/Cinklm Stephan/Marthaler, Thomas: Sozialpädagogische Familiendiagnosen. Deutungsmuster familiärer Belastungssituationen und erzieherischer Notlagen in der Jugendhilfe. Weinheim und München 2008 Motivierende Gesprächsführung Universität Siegen SoSe 2011 Beratung in Kontexten eingschränkter Freiwilligkeit Beratung im Zwangskontext - Arbeit mit Einzelnen und Familien Unfreiwilligkeit als Lösungsverhalten