Uni-Kassel
14. März 2017Blockseminar Blockseminar mit Exkursion Kulturelle Ikonographie Visuelle Konstruktionen Amerikas als historische Quellen
Die westliche Historiographie tendiert traditionell zum Logozentrismus, der Bevorzugung von Schriftdokumenten als autoritativen Quellen, während bildliche Darstellungen zumeist als untergeordnete Illustration dienten, aber nur selten als eigenständige Dokumente einer eingehenden Analyse und Interpretation unterzogen wurden. In diesem Blockseminar sollen die...
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Jetzt Lernplan erstellenDie westliche Historiographie tendiert traditionell zum Logozentrismus, der Bevorzugung von Schriftdokumenten als autoritativen Quellen, während bildliche Darstellungen zumeist als untergeordnete Illustration dienten, aber nur selten als eigenständige Dokumente einer eingehenden Analyse und Interpretation unterzogen wurden. In diesem Blockseminar sollen die Möglichkeiten und Techniken historiographischer Bildbetrachtung vermittelt und angewandt werden. Gegenstand sollen dabei Amerikabilder im doppelten Sinne sein, also visuelle Repräsentationen der -neuen Welt,- in denen unter Zuhilfenahme symbolischer Vokabulare intentional, aber auch unbewusst, politische Ideen, Weltanschauungen, Selbst- und Fremdverständnisse kodiert werden. Bildliche Darstellungen Amerikas/der USA dienten u.a. der Bildung und Vermittlung nationaler Identität und nationaler Mythologie als auch, etwa in Form von Karikaturen, der Gesellschaftskritik; der Legitimation von Herrschaftsstrukturen oder deren Infragestellung; sind Spiegel elitärer wie folk Kulturen und Mentalitäten und ihrer Beziehungen zueinander. In Darstellungen Amerikas durch Europäer werden, wie in der Amerikaliteratur, Utopien und Antiutopien auf -das Andere- projiziert, die Rückschlüsse auf die Selbstwahrnehmung der Autoren und ihres gesellschaftlichen Umfeldes zulassen. Das Seminar setzt sich aus fünf Teilen zusammen: 1. einer ersten Lektürephase zur thematischen Orientierung, bzw. als Entscheidungshilfe für Referatsthemen.
2. einem Vortreffen, in dem Termine und weiteres Vorgehen geklärt und Referatsthemen diskutiert bzw. vergeben werden, evtl. Bildung von Arbeitsgruppen.
3. einer Lektürephase und Studienphase während des Semesters, in der grundlegende Texte erarbeitet werden, über die elektronische Plattform OCCO erste Übungen, Diskussionen u.ä. stattfinden, sowie die Präsentationen erstellt werden
4. einem zwei-tägigen Workshop in dem die einzelnen Projekte präsentiert und diskutiert werden
5. einer Exkursion in die Frankfurter Kunsthalle Schirn zur Ausstellung -I like America Fiktionen des wilden Westens,- einer umfassenden Dokumentation deutscher Darstellungen des amerikanischen Westens. Aus organisatorischen Gründen ist eine Begrenzung auf maximal zwanzig Teilnehmer notwendig. Voraussetzung für die Teilnahme sind guten Englischkenntnisse, bereits gefestigte Kenntnisse zur US-Geschichte sind empfehlenswert (es empfiehlt sich andernfalls die zusätzliche Lektüre einer Einführung in die amerikanische Geschichte, siehe www.uni-kassel.de/~clark/leifaden/Amerika_Bibliographie.htm) Termin für das Vortreffen: Dienstag, 17.10.06, 18.00, R. 3308, NPS 1
Weitere Details und Termine zur Veranstaltung finden Sie auf meiner Homepage (www.uni-kassel.de/~clark) und auf der Lernplattform OCCO. Bei Interesse bitte ich Sie, sich in OCCO (www.occo-uni-kassel.de) für das Seminar anzumelden. Den registration key für das Seminar finden Sie an meiner Bürotür (Nora-Platiel-Str. 1, R. 3309). Die vorbereitende Lektüre ist in OCCO abgelegt oder als Hardcopy im Copyshop im Wiso-Pool erhätlich (voraussichtlich ab Mitte August)
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Uni Kassel
WS 2006/2007
Geschichte
Dr.
Clark Thomas