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Uni-Dortmund
14. März 2017

Blockseminar Das Geld in Literatur und Film

Kurzbeschreibung: Der französische Psychoanalytiker Jaques Lacan hat das Geld einmal den -annihilierendsten Signifikanten- genannt. Die Realabstraktion, die es als materiales Objekt repräsentiere, sei, so Lacan, das Zeichen, das am wenigsten um das bekümmert sei, was es bezeichne. Der Bann des...

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Kurzbeschreibung: Der französische Psychoanalytiker Jaques Lacan hat das Geld einmal den -annihilierendsten Signifikanten- genannt. Die Realabstraktion, die es als materiales Objekt repräsentiere, sei, so Lacan, das Zeichen, das am wenigsten um das bekümmert sei, was es bezeichne. Der Bann des Geldes als -Zauberstab-, der eine monetäre Summe in einen Gegenstand des Begehrens zu verwandeln in der Lage ist, hat als Kernstück der bürgerlichen Ökonomie die Literatur, das Theater und den Film stets aufs Neue herausgefordert. Das Geld, für den Kulturphilosophen Georg Simmel die -reinste Funktion eines Werkzeugs-, ist als Maßstab der Wertverhältnisse und Tauschmittel ein Medium, dem keiner entrinnen kann. Das Blockseminar widmet sich den kulturwissenschaftlichen, literatur- und medientheoretischen Implikationen dieses -Leitmediums- (Jochen Hörisch), das -nicht alternativ interpretiert, sondern allgemein akzeptiert, ja beglaubigt werden will- anhand ausgewählter Literatur- und Filmbeispiele; darunter Ernst Wilhelm Händlers Roman -Fall- (1997) und dem Film - L’ Argent- von Robert Bresson (1983). Lernziele: Analyse ausgewählter Primär-, Sekundärtexte und Filmbeispiele zum Thema Geld. Theoretische Erschließung literatur-, kultur- und medientheoretischer Aspekte einer -Ontosemiologie- des Geldes. Kompetenzen: Reflexion und Operationalisierung aktueller literatur- und kulturwissenschaftlicher Analyseansätze zu Begriff und Theorie des Geldes Teilnahmemodalitäten/Voraussetzungen: Die aktive Teilnahme setzt Bereitschaft zur Übernahme von Sitzungsprotokollen oder Impulsreferaten, bzw. Präsentationen (auch in Zweiergruppen) zu einzelnen Sitzungsthemen voraus. Modulprüfungsleistung: Schriftliche Hausarbeit (benotet) Eignung für angewandte Studiengänge: Aufgrund der interdisziplinären Thematik gegeben. Weitere Hinweise: Ein detaillierter Seminarplan mit weiteren Literaturangaben wird in der ersten Sitzung vorgestellt. Texte und Materialien zu den einzelnen Sitzungsthemen werden im EWS bzw. in einem Seminarordner in der Emil-Figge-Bibliothek zur Verfügung gestellt. Literatur: Ernst-Wilhelm Händler, Von Georg Simmel zu den modernen Finanzmärkten. In: Merkur - Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken (68. Jg.) Heft 1, Stuttgart: Klett-Cotta 2014, S. 25 -37. Iuditha Balint: Inkorporierte Ökonomie in Werken von John von Düffel, Ernst-Wilhelm Händler, Ewald Palmetshofer und Elfriede Jelinek. In: Cornelia Logemann, Miriam Oesterreich, Julia Rüthemann (Hrsg.): Körper-Ästhetiken. Allegorische Verkörperungen als ästhetisches Prinzip. Bielefeld: transcript 2013, S. 93 - 107. Margrit Frölich / Rembert Hüser (Hg.), Geld und Kino. Marburg: Schüren 2011. Marc Jongen (Hrsg.), Der göttliche Kapitalismus. Ein Gespräch über Geld, Konsum, Kunst und Zerstörung mit Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel. Schriftenreihe der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe / Neue Folge H. 1, München: Fink 2007. Jochen Hörisch, Kopf oder Zahl: die Poesie des Geldes. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1996. Institut für deutsche Sprache und Literatur Technische Universität Dortmund SoSe 2014 Deutsch BA LABG2009 Gronenborn Klaus