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Uni-Hannover
14. März 2017

Drinnen und Draußen im 8222 Globalen Dorf 8220 Informierte Reflexionen zur mediatisierten Leistungsgesellschaft

Bereits 1962 prognostizierte der Kommunikationstheoretiker und Philosoph Marshall McLuhan eine Welt, die wie ein -Globales Dorf- strukturiert sei, bedingt durch die Entwicklung der elektronischen Medien. Eine Welt der Gemeinschaften, welche einerseits eng zusammenrücken, die sich andererseits jedoch voneinander entfernen, da...

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Bereits 1962 prognostizierte der Kommunikationstheoretiker und Philosoph Marshall McLuhan eine Welt, die wie ein -Globales Dorf- strukturiert sei, bedingt durch die Entwicklung der elektronischen Medien. Eine Welt der Gemeinschaften, welche einerseits eng zusammenrücken, die sich andererseits jedoch voneinander entfernen, da die pragmatische Funktion der Medien zunehmend subjektive, moralische Standpunkte verschwinden lassen: -Media is Message-, meinte er seinerzeit - -Das Medium ist die Botschaft-. Heute ist leicht festzustellen, dass das alltägliche Leben im persönlichen sowie im beruflichen Bereich, in jedem Raum des privaten und öffentlichen Lebens, zunehmend von Medien und medialen Vernetzungen durchdrungen wenn nicht organisiert ist. Die Rede vom Leben und Arbeiten in der -Welt 4.0- macht die Runde. Gesellschaftsstrukturen und gesellschaftliches Leben sind geprägt von der Mediatisierung (oder Medialisierung) der menschlichen Beziehungen und Verhältnisse: Leben, Liebe, Freizeit und Arbeit sind in Medienwelten und Medienkulturen scheinbar grenzenlos miteinander verbunden. Zugleich wird das Ideal einer aktiv tätigen, produktiven und lernenden Gesellschaft diverser Subjekte und Gemeinschaften gezeichnet. -Wir- würden in einer zukunftsorientierten -Leistungsgesellschaft- leben, heißt es daher. -Wir- lebten auch in einer -Medien- und Informationsgesellschaft-, heißt es ebenso. In dieser Gesellschaft könne, sollte, ja müsse -man- sein Leben lang lernen. Was dies jeweils hieße oder heißt, ist im Konkreten zu prüfen: Wie lebt und arbeitet es sich in dieser Gesellschaft? Wie soll, kann oder wird das individuelle Leben darin 'gelingen'? Und, welcher Raum ist die Referenz: Der Betrieb, die Stadt, die Nation, Europa oder die ganze Welt? Wer also ist das -Wir-? Wer wird über was wie wann informiert oder informiert er/sie sich selbst? Wer ist wie drinnen, wer bleibt draußen? Wie laufen die Mediatisierungsprozesse ab und wie sind diese zu deuten? Diesen umfassenden Fragen wollen wir uns im Seminarverlauf widmen. Bitte melden Sie sich bei Interesse zu Semesterbeginn über Stud.IP für die Veranstaltung an. Die Anmeldung sollte in der ersten Veranstaltung durch persönliche Anwesenheit bestätigt werden oder ein Fehlen zumindest entschuldigt sein. Die Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben und bei Stud.IP eingestellt. Gasthörendenstudium Im Seminar ist eine aktive Mitarbeit und Diskussion aller zum Gelingen erwünscht. Universität Hannover SoSe 2016 Berufs- und Wirtschaftspäd., Master LbS Dipl. Sozialwiss. Steckert Ralf Dipl Sozialwiss