Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Siegen
16. März 2017

Familienrat und Familiengruppen Konferenz neue Wege der Hilfeplanung

Wie können in wichtigen Entscheidungsprozessen oder Hilfeplanverfahren die Betroffenen wirklich zu Beteiligten werden? Welche Ressourcen im sozialen Netzwerk von Familien können aktiviert werden? Welche Ideen zur Lösung von familiären Problemen haben die AdressatInnen selber? Um diesen Fragen und fachlichen Anforderungen...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen

Wie können in wichtigen Entscheidungsprozessen oder Hilfeplanverfahren die Betroffenen wirklich zu Beteiligten werden? Welche Ressourcen im sozialen Netzwerk von Familien können aktiviert werden? Welche Ideen zur Lösung von familiären Problemen haben die AdressatInnen selber? Um diesen Fragen und fachlichen Anforderungen nach realisierter Partizipation näher zu kommen wurde in Neuseeland das Konzept der sog. Family Group Conference entwickelt und in den letzten Jahren unter der Bezeichung -Familien- oder Verwandtenrat- bzw. -Familiengruppenkonferenz- auch in Deutschland an einigen (Modell-)Standorten eingeführt. Die Familie kommt dabei mit allen wichtigen Personen aus ihrem Umfeld zusammen und entwickelt eigene Lösungsideen für die weitere Perspektive und ggf. für die geeignete Form der Unterstützung. Die Rolle der fachlichen Koordinatoren beschränkt sich in weiten Teilen des Prozesses auf die Weitergabe von Informationen, die Moderation und Koordination der Treffen und die Begleitung der vereinbarten Schritte. In diesem Seminar sollen neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem noch vielfach unbekannten Konzept der Familiengruppenkonferenz und den Anforderungen an die professionelle Koordination des Verfahrens auch grundsätzliche Fragen der Paritzipation der Adressaten an der Hilfeplanung und die dafür erforderliche Haltung der Experten im Mittelpunkt stehen. Im zweiten Teil des Seminars soll dann die kritische Würdigung des Verfahrens auf der Basis empirischer Befunde erfolgen und anschließend die Möglichkeiten und Hindernisse bei der Implementierung in die Praxis eruiert werden. Eine Exkursion zu einem am Modellprojekt beteiligten Jugendamt sowie einschlägige Felderkundungen runden das Programm ab.

Peter Hansbauer, Gregor Hensen, Katja Müller, Hiltrud von Spiegel (2009: Familiengruppenkonferenz. Eine Einführung. Weinheim und München Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH), Hrsg: Forum Erziehungshilfen (2009): Familienrat - Familienkonferenz. 15. Jahrgang 2009, Heft 3 Früchtel, F./Budde, W, (2003): Familienkonferenzen oder: Ein radikales Verständnis von Betroffenenbeteiligung in der Hilfeplanung. In: Sozialmagazin, 28 (3), 12-21 Sozialraumorientierung Universität Siegen 20112 WiSe 2011/12 Fallverstehen: Krisenintervention - Krisen, Traumata und Suizidalität Sozialpädagogische Diagnostik Konzepte der Sozialen Gruppenarbeit