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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Forschungskolloquium zur romanischen Sprachwissenschaft Französisch und Spanisch Sprachwissenschaft als Kulturwissenschaft

Versteht man das Untersuchungsobjekt Sprache als kulturelle Kompetenz, dann folgt daraus, dass auch die Sprachwissenschaft eine kulturbezogene Wissenschaft ist. Die prägnante Formel von der -Sprachwissenschaft als Kulturwissenschaft- geht auf einen germanistischen Aufsatz zurück (Gardt 2003) und bildet das Motto für...

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Versteht man das Untersuchungsobjekt Sprache als kulturelle Kompetenz, dann folgt daraus, dass auch die Sprachwissenschaft eine kulturbezogene Wissenschaft ist. Die prägnante Formel von der -Sprachwissenschaft als Kulturwissenschaft- geht auf einen germanistischen Aufsatz zurück (Gardt 2003) und bildet das Motto für ein Forschungskolloquium, das der Frage nachgeht, inwiefern Sprache als kulturelle Kompetenz aufzufassen ist. Zentral aus der Sicht der Romanistik sind hierbei die Traditionen, in denen wir stehen und auf die wir zurückgreifen, wenn wir sprechen. Eine grundlegende Erkenntnis ist, dass Menschen in verbalen Interaktionen nicht nur auf unterschiedliche Sprachen zurückgreifen, sondern auch auf unterschiedliche kulturelle Traditionen. In der Rede wählen die Sprecher diejenigen sprachlichen Mittel aus, mit denen sie eine kommunikative Aufgabe erfolgreich bewältigen können. Als Leitfaden für diese Auswahl fungieren die Diskurstraditionen als Teil des kulturellen Wissens. Der Zusammenhang von Sprache und Kultur kann grundsätzlich in zweierlei Weise untersucht werden. Zum einen analysiert man das Zusammenspiel von einzelsprachlichen Traditionen vs. kulturellen Diskurstraditionen, und zum anderen fragt man, was in der Sprache nicht kulturabhängig ist und kontrastiert so die kulturspezifischen, historisch veränderlichen Traditionen mit den allgemein-universellen Regeln des Sprechens. Das Forschungskolloquium richtet sich vor allem an Studierende, die eine sprachwissenschaftliche Abschlussarbeit schreiben. Das Kolloquium bietet darüber hinaus Doktorandinnen und Doktoranden der Sprachwissenschaft die Möglichkeit, ihre Arbeiten vorzustellen und zu diskutieren. Zur Einführung: Gardt, Andreas, Sprachwissenschaft als Kulturwissenschaft, in: Ulrike Haß-Zumkehr, Christoph König (eds.), Literaturwissenschaft und Linguistik von 1960 bis heute. Göttingen 2003, 271-288. Eine ausführliche Bibliographie wird Anfang Oktober über Moodle zur Verfügung gestellt. Voraussetzungen Die Veranstaltung ist für Studierende, die eine Abschlussarbeit vorbereiten bzw. schreiben, sowie für Doktorandinnen und Doktoranden konzipiert. Leistungsnachweis Für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind ein fachwissenschaftlicher Vortrag und eine schriftliche Ausarbeitung (Hausarbeit) erforderlich. FB 02 Institut für Romanistik Die Veranstaltung ist für Studierende, die eine Abschlussarbeit vorbereiten bzw. schreiben, sowie für Doktorandinnen und Doktoranden konzipiert. Für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind ein fachwissenschaftlicher Vortrag und eine schriftliche Ausarbeitung (Hausarbeit) erforderlich. Uni Kassel WiSe 2013/14 Lehrveranstaltungspool FB 02 Prof. Dr. Schrott Angela