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Uni-Kassel
14. März 2017

Hauptseminar Grammatik des Grauens Projektseminar Wie Schüler grammatische Strukturen wahrnehmen

Grammatik des Grauens – Projektseminar: Wie Schüler grammatische Strukturen wahrnehmen „Wer über den Schrecken spricht, wird seine eigenen Weisen des Lauerns ausbilden, seine techné und mechané, wird sein System von Fallen und Abschreckungszeichen aufbauen.“ Das Seminar lenkt seine Aufmerksamkeit darauf,...

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Grammatik des Grauens – Projektseminar: Wie Schüler grammatische Strukturen wahrnehmen „Wer über den Schrecken spricht, wird seine eigenen Weisen des Lauerns ausbilden, seine techné und mechané, wird sein System von Fallen und Abschreckungszeichen aufbauen.“ Das Seminar lenkt seine Aufmerksamkeit darauf, wie die seelische Befindlichkeit des Grauens sprachlich gestaltet wird. Untersucht werden sowohl literarische Texte als auch Gebrauchstexte, in denen spezielle Mittel der Verrätselung, der Spannungserzeugung, der Vortäuschung von Authentizität usw. genutzt werden, um eine Atmosphäre des Unbestimmten bzw. Unheimlichen zu erzeugen. Dieser Ansatz wird gestützt von der These, dass grammatische Zeichen besonders dafür geeignet sind, bei der Textlektüre den Sinnbildungsprozess vorbewusst zu beeinflussen. Da grammatische Zeichen aber je nach Kontext andere Wirkungen hervorbringen können, kommt ihnen eine Vieldeutigkeit zu, die dem Thema „Grauen“ entgegenkommt. Denn Grauen entsteht „zwischen schwarz und weiߓ, es ist ein Zustand der Vieldeutigkeit, mit vagen Vorahnungen belastet. Die Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende, die bereits ein Schulpraktikum absolviert haben oder im aktuellen Wintersemester einen Praktikumsplatz an einer Schule belegen. Die Arbeit in diesem so genannten Projektseminar vollzieht sich in zwei Phasen: Zunächst sollen sprachliche Muster identifiziert und beschrieben werden, die bei der Hervorbringung des Unheimlichen ihr Funktionspotential entfalten können. Anschließend soll in Zusammenarbeit mit Schülergruppen erkundet werden, wie wirkungsvoll diese sprachlichen Muster den Rezeptionsprozess in den Phasen der Konkretisation und der Interpretation beeinflussen. FB 02 Institut für Germanistik Uni Kassel WS 2007/2008 Dr. Müller Christoph