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Uni-München
14. März 2017

Hauptseminar Semitische Sprachen

In dieser Veranstaltung sollen Fragestellungen und Methoden einer typologisch ausgerichteten, deskriptiven Linguistik anhand von Sprachen der semitischen Sprachgruppe exemplarisch erarbeitet werden. Es geht dabei nicht um die detallierte Beschreibung einer semitischen Einzelsprache, sondern darum, die wichtigsten Eigenschaften der semitischen Sprachen...

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In dieser Veranstaltung sollen Fragestellungen und Methoden einer typologisch ausgerichteten, deskriptiven Linguistik anhand von Sprachen der semitischen Sprachgruppe exemplarisch erarbeitet werden. Es geht dabei nicht um die detallierte Beschreibung einer semitischen Einzelsprache, sondern darum, die wichtigsten Eigenschaften der semitischen Sprachen in phonologischer, moprhosyntaktischer, diskurslinguistischer und kexikalischer Hinsicht herauszuarbeiten und in den Zusammenhang von Optionen der Interpretation in typologischer, kognitiver, Kultur-bezogener und historischer Perspektive zu stellen. Die semitischen Sprachen stellen einen der vermutlich vier oder fünf Zweige der afroasiatischen Sprachefamilie dar, wobei heute die arabischen Varietäten, das Ivrit und das Amharische (Äthiopien) mit Blick auf Sprecherzahl und Verankerungen im öffentlichen Leben die größte Rolle spielen. Die lange historische Dokumentation semitischer Sprachen, die mit dem Akkadischen im Zweistromland beginnt (3. Jahrtausend v.u.Z.) ermöglicht relativ gesicherte Aussagen über die interne Diachronie dieser Sprachgruppe. Um die Motivation wesentlicher Momente bes. der Morphosyntax der semitischen Sprachen aus auch historischer Sicht nachzuzeichnen, ist es wichtig, im Einzelfall Zugiff zu nehmen auf andere afroasiatische Sprachen (im Seminar bes. Altägyptisch, Berber und (fragend) Hausa). Im Seminar sollen nach einer Einführung in die Welt der semtischen Sprachen vor allem folgende Sprachen exemplarisch herangezogen werden: Akkadisch, Arabisch (und seine Varietäten) und Ge’ez bzw. Amharisch. Für jüngere Prozessoptionen im Bereich Syntax sollen zudem die neuostaramäischen Sprachen, das Ivrit und das Maltesische einbezogen werden. Das Seminar setzt keine Vorkenntnisse im Bereich der semitischen Sprachen voraus, wohl aber die Bereitschaft, sich auch selbstständig mit einzelnen Erscheinigungen semitischer Sprachen mittels entsprechender Quellen vertraut zu machen und diese in Form von Kurzreferaten zu präsentieren. C3-Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schulze) LMU München WiSe 1415 Prof.Dr. Schulze Wolfgang