Uni-München
14. März 2017Hauptseminar Thomas Mann Der Zauberberg
Thomas Manns 1924 in zwei Bänden erschienener Roman Der Zauberberg ist eine -offene Enzyklopädie- (Italo Calvino), die sich nicht nur zitierend und parodierend auf eine kaum übersehbare Vielzahl von Mythen, Märchen und Bildern, von Begriffs- und Motivtraditionen bezieht, sondern sich...
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Jetzt Lernplan erstellenThomas Manns 1924 in zwei Bänden erschienener Roman Der Zauberberg ist eine -offene Enzyklopädie- (Italo Calvino), die sich nicht nur zitierend und parodierend auf eine kaum übersehbare Vielzahl von Mythen, Märchen und Bildern, von Begriffs- und Motivtraditionen bezieht, sondern sich in der Auseinandersetzung mit den herrschenden sozialen Diskursen und politischen Ideologien der Epoche und unter ständigem Bezug auf Erkenntnisse der zeitgenössischen Wissenschaften an einer umfassenden Konstruktion der Moderne versucht. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in den der Roman mündet, fungiert dabei als Ende und Anfang zugleich. Einerseits markiert er das Ende jener märchenhaften sieben Jahre, die der Protagonist Hans Castorp im Sanatorium Berghof verbringt und damit zugleich das Ende jener bürgerlichen Gesellschaft, die im fiktiven Modell dieses Sanatoriums repräsentiert wird. Insofern mit dem -Beginn- des Krieges, wie der Erzähler im Vorwort erklärt, -so vieles begann, was zu beginnen wohl schon kaum aufgehört hat-, sind diesem Untergang und Ende aber zugleich ein Aufgang und Anfang eingeschrieben. So wird die erzählerische Rekonstruktion der Vorkriegszeit, in die der Roman spielt, zugleich zu einer Erkundung der Nachkriegszeit, in der er erschien. Das Seminar wird den Zauberberg unter poetologischen ebenso wie unter kulturhistorischen Gesichtspunkten untersuchen und dabei ergänzend auch Thomas Manns zeitgenössische Essayistik berücksichtigen. Den TeilnehmerInnen wird dringend empfohlen, den Roman vor Semesterbeginn zu lesen.
Thomas Mann: Der Zauberberg. In der Fassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch 2012
Leistungsnachweis
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
B.A.-Hauptfach Germanistik (2010):
Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie):
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs:
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
Downloads
DateinameBeschreibunggültig vongültig bis
Seminarplan_Zbg.pdf Seminarplan 11.04.2016 30.09.2016
Bibliographie_Zbg.pdf Bibliographie 11.04.2016 30.09.2016
Handout Zauberberg_Zeitroman 1.pdf Referat Sitzung 03.05. 30.05.2016 30.09.2016
Referat_Zeit erzählen.pdf Referat Sitzung 12.07. 10.07.2016 30.09.2016
Referat_Intermedialität, Intertextualität und Parodie (2) - Schnee.pdf Referat Sitzung 5.7. (1) 04.07.2016 30.09.2016
Referat_Settemrbini und Naphta.pdf Referat Sitzung 28.06. 27.06.2016 30.09.2016
Intertextualität_Walpurgisnacht.pdf Referat Sitzung 21.06. 17.06.2016 30.09.2016
Handout_Physiologische und bilogische Diskurse.pdf Referat Sitzung 31.05. 30.05.2016 30.09.2016
Falb_Der Einsatz der Medien.pdf Referat Sitzung 07.06. 05.06.2016 30.09.2016
Handout_Kontruktionen von Männlichkeit .pdf Referat Sitzung 24.05. 21.05.2016 30.09.2016
Th. Mann_Gedanken im Kriege_Text u. Kommentar.pdf 26.04. Krieg, Republik und politische Essayistik 11.04.2016 30.09.2016
Betrachtungen eines Unpolitischen_Vorrede.pdf 26.04. Krieg, Republik und politische Essayistik 11.04.2016 30.09.2016
Th. Mann_Von deutscher Republik_Text u. Kommentar.pdf 26.04. Krieg, Republik und politische Essayistik 11.04.2016 30.09.2016
Ricoeur_Der Zauberberg.pdf 3.5. Zeitroman (1) 11.04.2016 30.09.2016
Hick_Zur Pathologie der Zeit im Zauberberg.pdf 3.5. Zeitroman (1) 11.04.2016 30.09.2016
Dierks_Traumzeit und Verdichtung.pdf 10.05. Träume und Analyse 11.04.2016 30.09.2016
Koopmann_Hans Castorp träumt.pdf 10.05. Träume und Analyse 11.04.2016 30.09.2016
Kontje_Modern Masculinities on the Magic Mountain.pdf 24.05. Konstruktionen von Männlichkeit 11.04.2016 30.09.2016
Böhm_Die homosexuellen Elemente in Thomas Manns Zauberberg.pdf 24.05. Konstruktionen von Männlichkeit 11.04.2016 30.09.2016
Herwig_Bildungsbürger auf Abwegen_Ausschnitt Bildungsexperimente im Zauberberg.pdf 31.05. Physiologische und biologische Diskurse 11.04.2016 30.09.2016
Campe_Body and Time.pdf 31.05. Physiologische und biologische Diskurse 11.04.2016 30.09.2016
Downing_Photography and Bildung im Zauberberg.pdf 07.06. Einsatz der Medien (1) 11.04.2016 30.09.2016
Hörisch_Die deutsche Seele up to date (Ausschnitt Brot und Wein).pdf 07.06. Einsatz der Medien (1) 11.04.2016 30.09.2016
Kommentar Neumann_S. 242-263.pdf 14.06. Intermedialität, Intertextualität und Parodie (1) 11.04.2016 30.09.2016
Langer_Zbg Erläuterungen und Dokumente_S. 120-129.pdf 14.06. Intermedialität, Intertextualität und Parodie (1) 11.04.2016 30.09.2016
Kommentar Neumann_S. 304-321.pdf 28.06. Intermedialität, Intertextualität und Parodie (2) 11.04.2016 30.09.2016
Langer_Zbg Erläuterungen und Dokumente_S. 174-192.pdf 28.06. Intermedialität, Intertextualität und Parodie (2) 11.04.2016 30.09.2016
Wünsch_Okkultismus im Kontext des Zauberbergs.pdf 05.07. Einsatz der Medien (2) 11.04.2016 30.09.2016
Brittnacher_Gespenstertreiben im Rotlicht. Zum Spiritismus im Zauberberg.pdf 05.07. Einsatz der Medien (2) 11.04.2016 30.09.2016
Cohn_Telling Timelessness im Zauberberg.pdf 12.07. Zeitroman (2) 11.04.2016 30.09.2016
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Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
B.A.-Hauptfach Germanistik (2010):
Hausarbeit (ca. 40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Alle Lehrämter Deutsch (modularisiert) inklusive MA Berufliche Bildung (TUM), MA Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie):
Hausarbeit (30.000-40.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar der Neueren deutschen Literatur im Rahmen des Gemeinsamer Geistes- und Soz.Wiss. Profilbereichs:
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
UNTER VORBEHALT DER GENEHMIGUNG DER ENTSPRECHENDEN SATZUNG:
Masterseminar im Rahmen des M.A.-Studiengangs Germanistische Literaturwissenschaft
Forschungsorientierte Seminararbeit (ca. 45.000 Zeichen). Die Prüfung wird benotet.
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
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