Uni-München
14. März 2017Übung Das 19 Jahrhundert und seine Wiederkehr Historische Ansätze zur Verortung einer Epoche
Nach dem Ende des Kalten Krieges gab es eine kurze, von historischem Optimismus ge­prägte Periode, in der das -Ende der Geschichte” (Francis Fukuyama) erreicht schien: die bürgerliche Gesellschaft mit De­mokratie und Freiheitsrechten hatte gesiegt. Doch be­reits seit dem Zerfall Jugoslawiens...
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Jetzt Lernplan erstellenNach dem Ende des Kalten Krieges gab es eine kurze, von historischem Optimismus geprägte Periode, in der das -Ende der Geschichte” (Francis Fukuyama) erreicht schien: die bürgerliche Gesellschaft mit Demokratie und Freiheitsrechten hatte gesiegt. Doch bereits seit dem Zerfall Jugoslawiens und dem Wiederaufleben von Nationalismus und Bürgerkrieg in Europa sowie verstärkt seit der Annexion der Krim durch die Russische Föderation und dem strategischen Ringen zwischen den NATO-Staaten, Russland und China mehren sich Stimmen, die von einer Wiederkehr des 19. Jahrhunderts sprechen.
In dieser Übung wollen wir solche publizistischen Gegenwartsdiagnosen zum Anlass nehmen, uns mit geschichtsphilosophischen und geschichtswissenschaftlichen Verortungen des 19. Jahrhunderts zu befassen. Über die Arbeit mit repräsentativen Texten wollen wir entscheidende Charakteristika dieser Epoche kennenlernen und den Wandel sowie die Zeitabhängigkeit solcher Deutungen analysieren. Eine solche Kenntnis unterschiedlicher Perspektiven auf das 19. Jahrhundert soll es uns nicht zuletzt ermöglichen, die aktuellen Rückgriffe auf diese Epoche besser verstehen, einordnen und bewerten zu können.
Prüfungsform im BA und mod. LA:
Übungen des BA-Typs -Theorie und Methode- entsprechen den Anforderungen der LPO I § 71 (1) Nr. 2 c bzw. der neuen LPO I § 67 Nr. 2 d
Historisches Seminar
LMU München
WiSe 1415
Fakultät für Geschichts und Kunstwissenschaften