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Uni-Siegen
14. März 2017

Kommunale Teilhabeplanung

In unterschiedlichen Feldern der Sozial- Bildungs- und Gesellschaftspolitik stehen die Kommunen vor der Herausforderung der Gestaltung von integrativen Planungsprozessen. Überregionale Planungsprozess und Planungen für isolierte Lebensbereiche (Jugendhilfeplanung, Schulentwicklungsplanung, Altenhilfeplanung, Bauplanung usw.) bleiben notwendig, stoßen an ihre Grenzen, wenn es darum...

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In unterschiedlichen Feldern der Sozial- Bildungs- und Gesellschaftspolitik stehen die Kommunen vor der Herausforderung der Gestaltung von integrativen Planungsprozessen. Überregionale Planungsprozess und Planungen für isolierte Lebensbereiche (Jugendhilfeplanung, Schulentwicklungsplanung, Altenhilfeplanung, Bauplanung usw.) bleiben notwendig, stoßen an ihre Grenzen, wenn es darum geht Ausgrenzung und soziale Benachteiligung zu vermeiden. An der Uni Siegen findet am 27. und 28. September 2010 eine Tagung mit dem Titel ‚Auf dem Weg in eine neue Kommunalpolitik: Örtliche Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung‘ statt. Der Schutz vor Diskriminierung als internationales Leitbild sowie neue Rechtsnormen, wie etwa die UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen, fordern eine barrierefreie Infrastruktur und die Weiterentwicklung der etablierten institutionellen Hilfearrangements. Das Feld der Behindertenpolitik eignet sich daher zur Entwicklung von neuen Planungsansätzen. Örtliche Teilhabeplanung wird als Bestandteil einer ‚neuen' Kommunalpolitik gesehen, die mit sektorübergreifenden Orientierungen arbeitet. Örtliche Teilhabeplanung steht für einen lernorientierten und partizipativen Prozess, in dem sich unter politischer Federführung der Kommunen die örtlich relevanten Akteure auf den Weg machen, die Zielsetzungen eines ‚inklusiven Gemeinwesens' unter den Bedingungen ihrer spezifischen Örtlichkeit zu verwirklichen. Anliegen der Konferenz ist es, das konzeptionelle Profil örtlicher Teilhabeplanung zu klären. Dabei geht es um die Verbindung von drei aktuellen Diskussionslinien: • die Bedeutung der Kommunen für die politische Gestaltung des örtlichen Gemeinwesens, • die Weiterentwicklung von Konzepten der Sozial- und Infrastrukturplanung, sowie • die Modernisierung der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen. Die Teilhabekonferenz ist Bestandteil der Veranstaltung. Die Teilnahme ist verpflichtend und für die Teilnehmer/innen des Seminars kostenfrei. Bitte melden Sie sich regulär zur Tagung an und vermerken Sie auf der Anmeldung, dass Sie Student/in im Masterstudiengang ‚Bildung und Soziale Arbeit‘ sind. Sie finden alle Informationen zu der Tagung im Internet unter www.teilhabekonferenz.uni-siegen.de . Im weiteren Verlauf des Seminares sollen ausgehend von Beiträgen während der Fachkonferenz der Ansatz der Teilhabeplanung vertiefend diskutiert und in seiner Bedeutung auch für andere Felder der Planung diskutiert werden. Um eine sinnvolle Verbindung zwischen der Tagung und dem Seminar herstellen zu können, findet ein Vortreffen statt am Donnerstag, den 23. September um 16.00 Uhr im ZPE-Seminarraum (AR-K-412). Falls Sie diesen Termin nicht wahrnehmen können, erhalten Sie die notwendigen Informationen vor der Tagung per e-mail über HIS-LSF. Bildung und Soziale Arbeit, Master, PO 2006 Leistungsnachweise können durch Referate im Seminar und durch schriftliche Ausarbeitungen erfolgen. Weitere Absprachen sollen im Rahmen der Vorbesprechung getroffen werden. Universität Siegen WiSe 2010/11 Univ.-Prof. Dr. Rohrmann Albrecht