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Uni-Kassel
14. März 2017

Kompaktseminar Verkehr und Mobilitätsbedürfnisse in Städten und Regionen

Verkehr ist kein Selbstzweck sondern entsteht durch zahlreiche unterschiedliche Aktivitäten, denen jeder Einzelne in Städten und Regionen nachgeht – ob es sich etwa um das Pendeln zum Arbeitsplatz, den Großeinkauf oder die Pflege sozialer Kontakte handelt. Viele und weite Ortsveränderungen...

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Verkehr ist kein Selbstzweck sondern entsteht durch zahlreiche unterschiedliche Aktivitäten, denen jeder Einzelne in Städten und Regionen nachgeht – ob es sich etwa um das Pendeln zum Arbeitsplatz, den Großeinkauf oder die Pflege sozialer Kontakte handelt. Viele und weite Ortsveränderungen scheinen für eine abwechslungsreiche Alltagsgestaltung oft unerlässlich. Verkehrsströme in Städten und Regionen sind demnach das Ergebnis einer Vielzahl bewusster und unbewusster Entscheidungen und Nutzen-Abwägungen. Hierbei spiegelt sich der alle Lebensbereiche umfassende Trend zur Beschleunigung auch im Verkehrsverhalten wider. Technische Neuerungen machten es zunehmend möglich, immer größere räumliche Entfernungen in immer kürzerer Zeit zurückzulegen – etabliert hat sich ein zunehmend entfernungsintensiver Lebensstil. Dieser ist nicht zuletzt auf die stetige Zunahme der Automobilisierung zurückzuführen, die im Alltag häufig den größten Handlungsspielraum zu eröffnen scheint und im Laufe der Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Alltagskultur geworden ist – eine stetige Entwicklung, die trotz der aktuellen Entwicklung der Benzinpreise ungebremst anhalten wird? Verkehr und „Mobilität“ (ein häufig nicht klar definierter Begriff) stehen in einem unmittelbaren Wechselverhältnis zu siedlungs- und infrastrukturellen Gegebenheiten. Die Kenntnisse der komplexen Wirkungszusammenhänge sowie der Grundlagen alltäglicher Mobilitätsentscheidungen in Städten und Regionen stellen daher zentrale Determinanten für die Stadt- und Verkehrsplanung dar. Welche genauen Auswirkungen hat die Stadt- und Umlandwanderung auf die Motorisierung bzw. Verkehrsmittelwahl? Welche Faktoren sind bei Mobilitätsentscheidungen im Alltag entscheidend? Wie haben sich die Mobilitätsbedürfnisse in unserer Gesellschaft geändert? Welche Rolle spielt das Zeitkalkül bei der Verkehrsmittelwahl? Worauf basiert die „Liebe zum Automobil“ (Wolfgang Sachs, 1984)? Welche Grundversorgung müsste im Rahmen der Daseinsvorsorge durch den Öffentlichen Nahverkehr gewährleistet sein? Welche stadt- und verkehrsplanerischen Handlungsansätze erscheinen demnach sinnvoll? Dies sind einige Fragen, die im Rahmen des einwöchigen Seminars erarbeitet und diskutiert werden sollen. Der Ablaufplan zum Kompaktseminar ist zu Semesterbeginn dem Fachgebietsbrett sowie der Internetseite des Fachgebiets zu entnehmen. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SS2006 Architektur Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holzapfel Helmut Ing