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Uni-Kassel
14. März 2017

Übung Bourdieu

-Vermittels des Soziologen wendet sich die Gesellschaft für einen Moment zu sich selbst zurück, reflektiert sich. Durch ihn können alle Akteure ein wenig mehr über sich erfahren, was sie sind und was sie tun. Diese Aufgabe dem Soziologen anzuvertrauen, das...

Was lernst du wirklich?

In dieser Übung tauchst du in die Soziologie von Pierre Bourdieu ein und lernst, wie seine Konzepte wie Habitus und Feld uns helfen, die Welt zu verstehen. Du wirst erkennen, dass scheinbar individuelle Entscheidungen, wie dein Musikgeschmack oder dein Wohnort, tief in gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt sind. Bereite dich darauf vor, deine alltäglichen Annahmen zu hinterfragen und eine neue, kritische Perspektive auf soziale Phänomene zu entwickeln.

Das wirst du lernen

  • Die zentralen Konzepte von Pierre Bourdieus Soziologie (z.B. Habitus, Feld, Kapital) verstehen und anwenden können.
  • Alltägliche Phänomene wie Musikgeschmack, Wohnort oder Partnerwahl als Ausdruck gesellschaftlicher Strukturen analysieren.
  • Herrschaftszusammenhänge und soziale Ungleichheiten in der Gesellschaft erkennen und kritisch hinterfragen.
  • Komplexe soziologische Texte eigenständig erschließen und deren Argumente diskutieren.
  • Eine kritische, desillusionierende Perspektive auf soziale Realitäten entwickeln und diese argumentativ vertreten.

Passende Berufsfelder

Sozialforschung und WissenschaftJournalismus und MedienBildung und ErwachsenenbildungMarktforschung und KonsumforschungSozialarbeit und Beratung

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Offizielle Kursbeschreibung

-Vermittels des Soziologen wendet sich die Gesellschaft für einen Moment zu sich selbst zurück, reflektiert sich. Durch ihn können alle Akteure ein wenig mehr über sich erfahren, was sie sind und was sie tun. Diese Aufgabe dem Soziologen anzuvertrauen, das ist freilich das letzte, was all jene sich wünschen, die vehement am Fortbestehen von Verkennung, Verleugnung, Abwehr von Wissen interessiert, als wissenschaftlich nur jene Diskursformen anerkennen, die von der sozialen Welt in einer Weise sprechen, die Schweigen gleichkommt-, so Pierre Bourdieu. In dieser Übung soll in seine Soziologie eingeführt werden. Die nicht immer ganz einfachen Texte werden den Teilnehmern die Welt des soziologischen Denkens und Hinterfragens erschließen. Mit Bourdieus Theorie von Habitus und Feld können sich Studierende ein ganz neues Verständnis von Herrschaftszusammenhängen innerhalb der Gesellschaft erarbeiten, eine andere und ungewohnte Perspektive auf ganz alltägliche Phänomene einnehmen. Was unser Musikgeschmack über uns aussagt, wo und wie wir wohnen, was wir gerne essen, welche Filme wir bevorzugen und welchen Partner wir wählen kommt uns häufig individuell entschieden vor, hat aber, wie wir mit Bourdieus Theoriekonzeption entdecken und analysieren wollen, etwas mit gesellschaftlichen Strukturen zu tun. Wie Bourdieu selbst sagt, ist der Blick des Soziologen häufig unbequem und desillusionierend. Diesen Blick eignen wir uns durch intensive Textlektüre und Diskussionen an. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WS 2009/2010 Soziologie HF Kajetzke Laura